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Immer wieder bekomme ich von
interessierten Lesern (und natürlich auch von Leserinnen) Fragen zu
meinem Beruf, der Schriftstellerei, zu meinen Bildern gestellt, die ich hier beantworten möchte.
Bitte beachten Sie: Fragen, die die International Penfriends (IPF) betreffen,
beantworte ich auf der IPF-Seite.
Fragen
zur Schriftstellerei
Ich
schreibe selber. Können Sie mein Manuskript lesen und/oder mir
helfen, einen Verlag zu finden?
Nicht nur in Lesungen, sondern
auch per Post und eMail erreichen mich des öfteren Anfragen dieser
oder ähnlicher Art. Ich habe selbst lange genug Absagebriefe von
Verlagen gesammelt um nicht zu wissen, wie frustrierend das ist. Ich
möchte auch gerne helfen, aber - und dafür bitte ich sehr um
Verständnis! - ich kann UNMÖGLICH Manuskripte lesen und beurteilen.
Ich habe ja kaum genügend Zeit, meine eigene Schriftstellerei und
mein Engagement für die International Penfriends mit
meinem Beruf bei der Polizei unter einen Hut zu bekommen. Ein
Manuskript beurteilen bedeutet ja nicht, es einfach schnell zu lesen,
sondern man muß es analysieren, um dem Verfasser auch eine fundierte
Kritik zu geben. Mit der Äußerung: Gefällt mir (nicht), ist ja
keinem geholfen. Also bitte nicht böse sein, daß ich diese Arbeit
nicht leisten kann!
Da die Fragen, die mir zur
Schriftstellerei, zu Veröffentlichungsmöglichkeiten und ähnlichem
gestellt werden, sich oft ähneln, habe ich meine Schreibwerkstatt
für Sie geöffnet. Schauen Sie doch mal vorbei!
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Wodurch
unterscheiden sich die einzelnen
Ausgaben Ihrer Bücher? Warum
gibt es mehrere Covers für das gleiche Buch?
Auf die
Gestaltung von Buchumschlägen haben Autoren so gut wie keinen Einfluß,
ebensowenig auf die Anzahl, die Auflage und die Gestaltung sogenannter
Sonderausgaben. Darunter versteht man (zeitlich begrenzte) Neuauflagen
bestehender Buchtitel mit einem neuen Cover, z. B. im Rahmen einer Sonderaktion
"Lesen im Herbst" oder ähnliches. Im Rahmen dieser Sonderaktionen
werden meistens auch die Preise gesenkt. Der Inhalt der Bücher bleibt gleich.
AUSNAHME:
In den Taschenbuch-Sonderausgaben von "Die Detektivin" wurden zusätzlich
Stadtkarten von Frankfurt und Umgebung aufgenommen.
Immer
wieder werde ich auf das unpassende Lippenstift-Design meiner
"Detektivin" und auf das spiegelverkehrt abgedruckte (und von der Zeit
her unpassende) Cover von "Die Farbe von Kristall" angesprochen, meist
mit der Bitte, es beim nächsten Mal doch "etwas besser zu
machen."
Dazu
soviel: Den "Lippenstift" habe ich erstmals gesehen, als ich die
entsprechenden Belegexemplare bekam. Ganz ehrlich: Mich hat beinahe der Schlag
getroffen.
Das
Cover zu "Die Farbe von Kristall" wurde ebenfalls allein vom Verlag
ausgesucht; ich bekam es vorab zur Ansicht. Die spiegelverkehrte Abbildung ist
kein Versehen, sondern Absicht, da das Bild umlaufend (also auch auf dem
Buchrücken) fortgesetzt wird und das ginge "richtig herum" gedruckt
nicht, da dann die "nichtssagende" Rückseite auf dem Cover wäre.
Daß das Bild "zu alt" ist, weiß ich. (Es stammt etwa aus 1850.) Auch
hier gilt: Der Verlag hat das Cover ausgesucht, nicht die Autorin!
Aber
eins kann ich Ihnen versprechen: Der Inhalt - und die Fotos im Anhang - sind
ganz und gar auf meinem Mist gewachsen.
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Wann
gibt es denn wieder mal einen Gedichtband von Ihnen zu kaufen?
Im
Juli 2003 ist die Neuauflage meines seit 1996 Jahren vergriffenen Geschichten-
und Gedichtebands Baumgesicht erschienen.
Darüber
hinaus bin ich mit einigen Gedichten in den Anthologien "Lyrik
heute" und "Das Gedicht", beide
erschienen im Verlag Edition L, vertreten. (Näheres zu dem Verlag siehe unten.)
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Nachdem
ich das Projekt "Lebensbücher" vorgestellt hatte (Näheres
siehe hier ...), wurde ich mehrfach
gefragt, welche Bücher denn für mich die drei wichtigsten im Leben
sind. Hier sind
meine Favoriten (und die Begründung):
1. Momo/Michael Ende
2. Das wunderbare Überleben/Wladyslaw Szpilman
3. Der Medicus/Noah Gordon
BÜCHERKISTE
mit Musik
Momo habe ich vor Jahren zuletzt gelesen, und ich kann nicht mal mehr
in allen Einzelheiten sagen, wie die Handlung war, ABER, und das macht es zu
meinem absoluten Favoriten (ich mußte keine Sekunde nachdenken, daß es
Platz 1 einnimmt), dieses
Buch schwingt bis heute nach, ist eine wunderbar
erzählte ZEIT-Geschichte, eine
Metapher für die ruhelose Zeit, in der wir leben,
auf jeder Seite Sätze, die
berühren, die das, was man selbst empfindet,
in poetische Bilder übersetzen, ein
Buch, das tröstet, das Mut gibt und doch
die Wahrheit nicht verschweigt. Kümmert
es mich, daß es "nur" Jugendliteratur
ist? Ganz ehrlich: Nicht im geringsten.
Auch beim zweiten Buch mußte ich nicht lange überlegen, weil es mich
gefühlsmäßig sehr "mitgenommen" hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Wladyslaw
Szpilman gelingt es, eine grauenvolle Zeit und noch grauenvollere Erlebnisse
ohne Anklage zu erzählen, todtraurig selbstironisch, um es mit Wolf Biermanns
Worten zu sagen, in einer unverschnörkelten, schlichten und daher umso
anrührenderen Sprache. Ich habe nach der Lektüre tagelang fiktive Gespräche mit
dem Autor geführt, das Erzählte hat mich einfach nicht losgelassen.
Der Medicus auf Platz drei ist schließlich ein Buch, das mich vor allem durch
die detailgetreue Recherche einer längst vergangenen Zeit fasziniert hat. Dabei
hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich mich an die Lektüre wagte. Ich bekam
das Buch geschenkt, und der Titel sagte mir nichts, klang irgendwie dröge. Umso
überraschter war ich, daß sich dahinter so ein erzählerisches Kaleidoskop
verbarg. Hinzu kommt, daß ich dem Medicus quasi meine eigene
schriftstellerische Genreorientierung zu verdanken habe. Aus einer Frage nach
meinen Lieblingsbüchern in einem Gespräch mit meinem Literaturagenten
entwickelte sich die Idee, Die Detektivin zu schreiben.
Suchen
Sie Lesetipps oder Ratgeber fürs Schreiben? Herzlich willkommen in meiner Bücherkiste
mit Musik!
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Schreiben Sie einfach drauflos
oder haben Sie ein bestimmtes Konzept, an das Sie sich halten?
Bevor ich mit dem ersten Kapitel
meines Romans "DIE DETEKTIVIN" begann, fertigte ich
eine Kapitelgliederung mit dem groben Verlauf der Handlung und
schrieb Kurzbiographien zu den wichtigsten Personen. Ich halte wenig
davon, einfach drauflos zu schreiben, wie es manche Autoren tun, denn
wenn ich nicht mal weiß, wie meine Geschichte ausgeht, während ich
sie schreibe, nehme ich mir ja selbst den roten Faden aus der Hand.
Gerade bei einem Krimi finde ich das fatal: Wenn ich nicht weiß, wer
der Mörder ist, kann ich auch keine (versteckten) Hinweise auf ihn
geben; ich kann die Handlung nicht auf das Ende hinlenken, keine
richtige Spannung erzeugen. Am Ende wird dann irgendein Mörder aus
dem Hut gezaubert, der auf Seite drei in einem Nebensatz vorkam: für
mich ist das sowohl als Schreiber wie auch als Leser eine
unbefriedigende Situation.
Allerdings schnüre ich das Korsett
"Gliederung" nicht ganz so eng: Platz für überraschende
Wendungen bleibt da schon - auch für mich als "Schöpfer"
der Geschichte. Um bei der "DETEKTIVIN" zu bleiben: Die
Person Heiner Braun war in meiner ersten Planung als Nebenfigur
vorgesehen, um dem Kommissar einen "Handlanger" an die Seite
zu stellen. Im Laufe der Geschichte hat dann gerade Braun immer mehr
an Gewicht gewonnen, bis ich mich entschloß, ihn als dritte
Hauptfigur zu etablieren. Und die kleinen Sachsenhäuser Anekdötchen
einschließlich des Abstechers in die Äppelwoikneipe des dicken
Matthes waren nicht geplant, sondern kamen mir in den Sinn, als ich
beim Recherchieren auf die Eigenheiten der Sachsenhäuser stieß ...
Ich vergleiche das Schreiben immer
ein bißchen mit einem Hausbau: Bevor man anfängt, muß man einen
Plan haben, aber wohin ich später das Sofa stelle, entscheide ich,
wenn die Tapeten dran sind - und vielleicht sieht es vor dem Fenster
viel schöner aus als neben der Tür?
Wenn
Sie genau wissen wollen, wie ich ein Buch aufbaue, dann schauen Sie doch mal hier
vorbei.
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Was
denn? Sie lesen Kriminalromane? Das ist doch keine Literatur! sagt der
renommierte Kritiker. Seine Miene wird noch besorgter, wenn ich
gestehe, daß ich nicht nur Krimis lese, sondern auch welche schreibe.
Das Pfui! steht ihm sozusagen auf der indigniert gerunzelten
Stirn.
Doch
trotz aller literaturkritischen Abgesänge und Grabreden - das Genre
Mord und Totschlag ist nicht totzukriegen. Warum? Darüber zerbrechen
sich nicht nur Kritiker die zerfurchten Köpfe. Dabei ist es so
einfach: Die Geschichte der Menschheit ist durchsetzt und verwoben mit
dem Bösen, dem Abgründigen. Du sollst nicht töten, heißt es in der
Bibel, aber was taten die Menschen? Sie wurden aus dem Paradies
vertrieben, und schon geschah ein Mord: Kain erschlug seinen Bruder
Abel. Kein klassischer Krimi, gewiß, denn Mörder und Motiv verrät
uns das Buch der Bücher ohne jede Spannung. Aber das Böse ist in der
Welt, und da ist es geblieben. Auch in der Literatur. Und indem wir
uns damit beschäftigen, ergründen wir nicht zuletzt auch ein wenig
die dunklen Seiten in uns selbst.
Ob
der eingangs erwähnte Kritiker weiß, daß Friedrich Schiller höchstselbst
in seinem Vorwort zur ersten umfänglichen Sammlung berühmter
Kriminalfälle, dem PITAVAL, einen Lesestoff verteidigt, der, wie
viele glauben, nur die niedrigsten Instinkte im Menschen anspricht?
Die Lust der Leser am unterhaltsam aufbereiteten Mord hat Zeiten und
Moden überdauert, es änderten sich Stil und Form, nicht aber die
Intention: Den Leser mitzunehmen auf eine spannende
Spurensuche.
Der
erste "richtige" literarische Detektiv ist 160 Jahre alt; er
hieß nicht, wie viele vielleicht vermuten, Sherlock Holmes, sondern
Auguste Dupin und ermittelte in Paris. Aus diesen Anfängen
entwickelte sich ein Genre, das immer wieder aufs neue den Blick frei
gibt auf einen Teil der Gesellschaft, der dem Normalbürger verborgen
ist, das Helden erschafft, tragische, böse, gute, aber immer
faszinierende, die den Leser in ihren Bann ziehen, weil sie die
Wahrheit suchen, aufdecken, leugnen oder an ihr zerbrechen. Mehr als
andere Romane kann der Krimi ein Abbild unserer Gesellschaft sein, Mißstände
aufzeigen, Zeitgeist spiegeln. Deshalb hat das Urgestein der verfemten
U-Literatur nicht nur einen festen Platz in der Gunst der Leser,
sondern endlich einen solchen auch im Feuilleton verdient.
Bis
es soweit ist, sollten wir es mit Friedrich Dürrenmatt halten:
"Wie besteht der Künstler in der Welt der Bildung, der
Analphabeten? Vielleicht am besten, indem er Kriminalromane schreibt,
Kunst da tut, wo sie niemand vermutet. Die Literatur muß so leicht
werden, daß sie auf der Waage der heutigen Literaturkritik nichts
mehr wiegt. Nur so wird sie wieder gewichtig." Warum ich Krimis
schreibe? Darum!
©
Nikola Hahn, 2000
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Nein, eher das Gegenteil. Gerade
die Beschäftigung mit der Vergangenheit hat mich gelehrt, daß vieles
gar nicht so neu ist, wie wir denken: Die Ängste der Menschen sind
die gleichen geblieben, auch Gefühle wie Liebe, Haß und Freundschaft
haben sich nicht geändert. Natürlich wollte ich vor allem eine
spannende Geschichte schreiben, aber ich wollte auch einen Einblick in
eine Gesellschaft geben, die den Grundstock legte zu der Welt, in der
wir heute leben. Deshalb habe ich die Geschichte auch zum Ausgang des
19. Jahrhunderts angesiedelt. Und mein Roman, "DIE
WASSERMÜHLE" spielt komplett in der Gegenwart!
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Sie
sind doch Kriminalbeamtin. Könnten Sie mir
ein paar Fragen zur Polizeiarbeit beantworten?
Ich empfinde es als
Ehre, wenn Sie mich um persönlichen Rat fragen, sei es zu polizeilichen bzw.
kriminalistischen Themen oder auch zum Bücherschreiben allgemein. Natürlich
wäre eine einzelne Anfrage kein Problem, und selbstverständlich hätte ich
Zeit, einzelne Fragen zu beantworten, ABER: Sie sind nicht der/die einzige, die
mir schreibt. Wollte ich jedem eine zufriedenstellende Antwort geben, müsste
mein Tag mindestens 36 Stunden haben. Eine Zeitlang habe ich einen Kompromiss
versucht und als Kriminalistik-Expertin für das Online-Magazin "The
Tempest" und das Portal "Wer weiß was?" gearbeitet, aber auch
das ist mir leider nicht mehr möglich, weil die Zahl der Anfragen mein enges
Zeitbudget sprengte.
In meiner Schreibwerkstatt
habe ich aber einen kleinen Pool an hoffentlich brauchbarer Literatur bzw.
Recherchetipps eingestellt: Tipps
für Krimischreiber (=Direktlink)
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Ich
male genauso lange, wie ich schreibe, also seit meiner Kindheit, und für meine
Bilder galt lange Zeit das gleiche wie für meine schriftstellerischen Werke:
Sie waren nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen. Ich habe beispielsweise
meine ersten "Bücher" - Schulhefte voller ausgedachter
Jungmädchengeschichten - illustriert. Ich zeichnete die Hauptpersonen meiner
Geschichten, malte Häuser, in denen sie lebten, die Landschaft, in der sie sich
bewegten. Irgendwann erfolgte der Wechsel zu abstrakten Zeichnungen, in denen
jedoch immer ein wenig Gegenständliches blieb.
Die
ersten meiner "Zauberweltzeichnungen" entstanden aus Frust über
langweilige Hausaufgaben; letztere sind längst vergessen, und die Bilder
verschollen.
Während
meines Studiums an der Polizeifachhochschule entstanden neue Zeichnungen,
zunächst spontan auf normalem Schreibpapier, mit Kugelschreiber
gezeichnet.
Nach
und nach entwickelte ich meine Techniken weiter, probierte verschiedene Zeichen-
und Maltechniken aus, kaufte mir Literatur, informierte mich über die Wirkung
und den Einsatz von Farben und Formen.
Ich
arbeite sehr gern mit (wasservermalbaren) Farbstiften und Aquarell, habe aber
auch die Arbeit mit Acrylfarben für mich entdeckt.
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e-Mail:
nikola-hahn@t-online.de