("TextArt",
Juni 2003, Ausschnitt)
Tatort
Schreibtisch
Wie
die Hauptkommissarin Nikola Hahn ihren Polizeidienst und Schreiben
verbindet
Schreiben,
über das was man kennt: Das ist die oberste Devise, wenn man als Autor überzeugend
sein will. Die 1963 geborene Kriminalhauptkommissarin Nikola Hahn hat den Rat
beherzigt: Mit dem Roman „Die Wassermühle“ schrieb sie eine humorige
Familiengeschichte, die im Milieu eines Polizistenhaushalts spielt; in den
Krimis „Die Detektivin“ und „Die Farbe von Kristall“ begab sie sich auf
die Spuren der Kriminalistik zur Zeit der Wende zum 20. Jahrhundert. Oliver
Buslau hat die Autorin, die mit Ehemann in der Nähe von Frankfurt am Main lebt,
besucht und zu ihrer Arbeit befragt.
TextArt:
Frau Hahn, Ihre beiden Kriminalromane „Die Detektivin“ und „Die Farbe von
Kristall“ spielen in Frankfurt zwischen 1880 und 1914. Passiert nicht heute
genug, worüber man schreiben kann?
Nikola
Hahn: Schon, aber es ist auch interessant, wie früher ermittelt wurde. Und
natürlich die ganze Zeit damals, mich interessiert nicht nur die Polizeiarbeit.
TextArt:
Das heißt, es geht auch um die Geschichte der Kriminalistik ...
Nikola
Hahn: Ja, das ist ein Wiedererkennungswert meiner historischen Romane. Es
ist bei mir zwar beruflich bedingt, dass ich sehr genau recherchiere, aber es
ist mir auch ein persönliches Anliegen.
TextArt:
Ein besonderer Punkt – um ein Beispiel zu nennen – ist die Entdeckung
der Fingerabdrücke als polizeiliches Ermittlungswerkzeug im 19. Jahrhundert.
Nikola
Hahn: Es gab die Methode schon sehr lange, die wurde ja nicht hier bei uns
erfunden, sondern unter anderem in Indien, um Dokumente zu besiegeln, als
Ersatz für die heute übliche Unterschrift. In Deutschland setzte sich der
Fingerabdruck als polizeiliches Mittel der Identifizierung erst ab 1903 durch.
(...)
TextArt: „Die
Detektivin“ war der erste Roman, den Sie veröffentlicht haben. Was haben Sie
vorher geschrieben?
Nikola
Hahn: Kurzgeschichten, Gedichte, einen Romanentwurf. Ein paar Kapitel habe
ich an Verlage geschickt und das Ergebnis war wie üblich – Absagebriefe ohne
Feedback. Ich dachte mir dann, so kann das nicht funktionieren und habe
verschiedene Agenten angeschrieben. Ich habe Arbeitsproben beigelegt, auch
Sachartikel und so weiter. (...) Die Agentur Buchplanung Dirk R.
Meynecke hat dann Interesse bekundet. Herr Meynecke sieht seine Hauptaufgabe
darin, mit Autoren nach deren Interesse aber auch in Abstimmung mit dem
Interesse von Verlagen Bücher zu entwickeln. (...) Er riet mir, mit der Belletristik
weiter zu machen. Dann haben wir einfach erst mal geredet, uns kennen gelernt,
die Interessen ausgelotet. Er fragte, was ich gerne lese. Mein Lieblingsbuch war
damals „Der Medicus“ von Noah Gordon. Daraufhin meinte er, ob ich als
Polizeibeamtin nicht Lust hätte einen historischen Roman über die Geschichte
der Kriminalistik zu schreiben. (...) So ist es zur „Detektivin“ gekommen.
TextArt:
Obwohl sich jetzt doch so etwas wie eine Serie abzeichnet. Die Figuren kommen in
der „Farbe von Kristall“ zum großen Teil wieder vor.
Nikola
Hahn: Ich wirke dem Serienprinzip entgegen, indem ich 20 Jahre dazwischen
stelle. Durch diesen Trick habe ich mir die Freiheit geschaffen, die Figuren
sich entwickeln zu lassen, was ich nicht könnte, wenn ich eine normale Serie
schreiben würde. Zum Beispiel die junge Viktoria – die Heldin der
„Detektivin“. Im ersten Buch ist sie sehr mädchenhaft und unbedarft, im
zweiten Buch ist sie erwachsen und verheiratet.
(...)
TextArt:
Und wie sah die Recherchearbeit dann im Einzelnen aus?
Nikola
Hahn: Ich bin in die Stadtbibliothek und hab da erst Mal die Regale ausgeräumt.
Ich habe Themenfelder gebildet – Sozialgeschichte, Frauen, Polizeigeschichte,
Stadtgeschichte.
TextArt:
Als ob Sie eine Seminararbeit schreiben wollten ...
Nikola
Hahn: Genau. Außerdem hatte ich das Glück, dass der ehemalige
Pressesprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt drei Bücher über die
Polizeigeschichte der Stadt geschrieben hat. Das war eine riesige Hilfe.
TextArt:
Und dann kommt doch irgendwann der Sprung, aus dem Material eine Geschichte
zu machen, Figuren zu erfinden ...
Nikola
Hahn: Ich habe mir das erarbeitet: Wie die Leute reden, wie sie sich im
Alltag bewegen ...
TextArt:
Woher weiß man das?
Nikola
Hahn: In der „Farbe von Kristall“ habe ich mich stark an Zeitungen von
damals orientiert. Es gibt Wörter, die damals noch nicht verwendet wurden; das
habe ich mit einem etymologischen Wörterbuch erarbeitet. Bei Ausdrücken wie
„man sagt es durch die Blume“ muss man nachsehen, seit wann es das gibt.
Vieles habe ich wieder rausgenommen. Zum Beispiel Wortspiele, die im
Zusammenhang mit Fußball stehen – „ein Eigentor schießen“, „der ist
der erste Mann im Tor“, das gab es alles noch nicht, weil Fußball noch kein
Volkssport war. Dass ich dennoch ab und zu „moderne“ Formulierungen
verwende, ließ sich nicht ganz vermeiden. Damals wurde gestelzter gesprochen,
die Menschen waren zum Teil formeller, als es in der Geschichte rüberkommt.
Wobei es aber auch immer wieder Leute gab, die frei von Konventionen waren.
Alois Alzheimer hat es zum Beispiel fertig gebracht, am Karneval im rosa Röckchen
im Garten seiner Mutter zu tanzen. Immerhin der Arzt, der die
Alzheimer-Krankheit entdeckt hat – ein ganz großer Wissenschaftler. Diese
andere Seite kommt in historischen Abhandlungen eigentlich nie richtig rüber.
Man liest immer nur, was für
bedeutsame Leute das waren, man sieht die strengen Fotos und denkt, die wären
Tag und Nacht gewesen. Dabei hatten gerade die „Großen“ oft einen feinen
Humor.
(...)
TextArt:
Welchen Rat können Sie Autoren geben, die ähnlich wie Sie nach dem
Agentengespräch einen historischen Roman schreiben wollen?
Nikola
Hahn: Es ist ganz wichtig, sich zunächst einen Überblick über den Stoff
zu verschaffen. Ich muss wissen, wann genau mein Buch spielen soll, und ich muss
so viel wie möglich über diese Zeit in Erfahrung bringen, insbesondere über
das Alltagsleben. Aber man muss auch den Mut zur Lücke haben. Immer, wenn ich
etwas nicht genau in Erfahrung bringen konnte, habe ich diesen Aspekt
rausgelassen. Bei aller Recherche darf ich aber nicht vergessen, dass ich kein
Sachbuch schreibe, sondern einen Roman. Ich brauche lebendige Figuren, ich
brauche eine überzeugende, spannende Geschichte. Und das sind Arbeitsmethoden,
wie sie jeder Autor anwendet. Für mich persönlich ist bei einem Krimi wichtig,
dass ich vor dem Schreiben weiß, wie er ausgeht, ich muss die rote Linie haben.
Und ich muß mir über meine Figuren im klaren sein: Welche Probleme haben sie,
welche Konflikte tauchen auf? Ich helfe mir damit, daß ich zu jeder Figur eine
Kurzbiographie schreibe. Danach sichte ich das Material, schreibe eine
Gliederung – und fange mit dem ersten Kapitel an. Ich glaube, man sollte am
Anfang nicht zu pedantisch sein, sonst fährt man sich leicht fest. Ich spreche
da aus Erfahrung. Und eins ist sicher: Um die Überarbeitung kommt man ohnehin
nicht herum.
TextArt:
Haben Sie ein bestimmtes Schreibpensum?
Nikola
Hahn: Das geht bei mir zeitlich nicht. Es gibt Tage, an denen ich gar nichts
machen kann und Tage, an denen mehr Zeit zum Schreiben ist. Allerdings bemühe
ich mich, die Abstände nicht zu groß werden zu lassen. Manchmal ist es aber
auch gut, eine Pause zu machen, wenn der Kopf leer ist.
TextArt: Es ist
also nicht so, dass Sie dann etwas anderes für das Buch tun, wenn Sie nicht
schreiben. Wieder in den Büchern blättern ...
Nikola
Hahn: Doch. Weil ich gemerkt habe, daß es mir nichts bringt, stundenlang
stur vor dem Computer zu sitzen, um einen Satz zu schreiben, den ich später
sowieso wieder streiche. Wenn ich merke, es läuft überhaupt nicht, irgendein
Dialog will nicht fließen oder eine Beschreibung fällt mir schwer, dann lass
ich das weg, trage nur Stichwörter ein und schreibe an einer anderen Stelle
weiter.
(...)
TextArt: Warum
haben Sie eigentlich das Schreiben nicht von Anfang an zu Ihrem Beruf gemacht?
Nikola
Hahn: Daran habe ich nie gedacht, obwohl ich schon seit meiner Kindheit
schreibe. Neulich habe ich beim Aufräumen meine aller ersten Ergüsse aus dem
ersten Schuljahr wiedergefunden: Geschichten, die nicht länger sind als fünf Sätze,
natürlich jenseits von gut und böse. Aber der Drang zum Erzählen war schon
immer da. Später füllte ich meine Schulhefte mit selbst illustrierten
Pferdegeschichten Vorbilder waren die Pferdebücher, die Mädchen mit zehn, zwölf
Jahren lesen. Und irgendwann habe ich gedacht, ich möchte das Schreiben richtig
lernen.
TextArt:
Und es war Ihnen auch klar, dass man das lernen kann?
Nikola
Hahn: Ja, unbedingt. Ich habe einen Fernkurs gemacht – 1984 bis 1989 bei
der Axel Anderson Akademie. Anfangs hatte ich einen ganz tollen Lehrer, mit dem
verstand ich mich wunderbar, seine Kritik war immer sehr gut nachvollziehbar.
Doch der ist dann ausgestiegen und wenig später gestorben. Danach habe ich
einen bekommen, mit dem ich gar nicht klar kam, der wollte mich immer auf diese
Yellow-Press-Schiene bringen. Heute hat sich da wohl einiges geändert, die
bieten jetzt Manuskript- und Lektoratsservice an, das gab es damals alles noch
nicht. Ich hatte die „Große Schule des Schreibens“ belegt, weil mich alles
interessiert hat, was mit Schreiben zu tun hat, nicht nur Geschichten erzählen.
TextArt:
Und damals waren Sie schon bei der Polizei?
Nikola
Hahn: Ja, das lief parallel. Ich habe 1984 bei der Polizei angefangen und
gleichzeitig den Schreiblehrgang belegt. Das war auch eine Geldfrage – vorher
konnte ich mir das nicht leisten.
TextArt:
Aber warum sind Sie nicht zum Beispiel Journalistin geworden?
Nikola
Hahn: Ich habe kurz nach dem Abschluss des Lehrgangs, im Rhein-Main-Gebiet,
durch Zufall jemanden von der Offenbach Post kennen gelernt. Die suchten freie
Mitarbeiter, und ich sagte mir, das mach ich. Ich war damals bei der
Bereitschaftspolizei und hatte während der Woche abends Zeit, das passte also
ganz gut. So wurde ich Lokalreporterin für die Stadt Obertshausen. Das war
allerdings nur ein Hobby. Verdienen konnte man damit nichts. Es gab 20 Pfennig
pro Zeile und 9 Mark fürs Bild. Ich habe bald gemerkt, dass ich für die
Artikel zu lange brauchte. Ich gab mir zuviel Mühe, ich konnte nicht auf die
Schnelle schreiben. Journalismus ist ein schnelllebiges Geschäft, und das ist
nicht mein Ding. Ich will planen und lesen und korrigieren und überarbeiten.
Nach zwei Jahren habe ich aufgehört. Danach habe ich andere Sachen gemacht,
schwerpunktmäßig Kurzgeschichten.
TextArt:
Hatten Sie vorher schon Kontakt zu Verlegern, bevor die Sache mit der
„Detektivin“ losging?
Nikola
Hahn: 1995 kamen einige meiner Kurzgeschichten und Gedichte als
Werkstattbuch heraus, leider in einem Zuschussverlag, was ich nie mehr machen würde.
TextArt:
Wie kam es denn dazu?
Nikola
Hahn: Das war damals eine Initiative des Verlags der Deutschen
Hochschulschriften in Egelsbach/Kreis Offenbach, der bis dahin vorwiegend
Dissertationen verlegt hatte, ein Bereich, bei dem Druckkostenzuschüsse üblich
sind. Geplant war, Autoren aus der Region in einer Werkstatt-Reihe
herausbringen. Außer meinem Buch „Baumgesicht“ mit Prosa und Lyrik
erschienen zwei Bände anderer Autoren. Von Anfang an war klar, das wird
finanziell Null-zu-Null ausgehen. Der Herausgeber war ein Journalist einer örtlichen
Zeitung. Es ging, junge Autoren bekannt zu machen und etwas für die heimische
Literatur zu tun. Das hat mich überzeugt, deshalb habe ich mich darauf
eingelassen. Unter anderem Namen tritt der Verlag heute als typischer
Druckkostenzuschußbetrieb auf, dessen Philosophie ich ablehne. Das Bezahlen von
Dienstleistungen hat für mich nichts mit dem Begriff des klassischen Verlegers
zu tun, der ja immer auch ein Risiko eingeht. Wie ich von angehenden Autoren weiß,
wirbt dieser Druckkostenzuschußverlag heute mit meinem Namen, obwohl ich
nie Autorin dieses Verlages, wie er heute auftritt, gewesen bin. Wegen
der vielen Anfragen und Irritationen sehe ich keinen anderen Weg, als mich öffentlich,
unter anderem auf meiner Internetseite dagegen zu verwehren.
TextArt: Sie sind
also nicht beim Journalismus geblieben. Was machen Sie denn genau bei der
Polizei?
Nikola
Hahn: Heute bin ich Kriminalhauptkommissarin im Kommissariat 11, Bereich
Raub und Erpressungen in Offenbach, Polizeipräsidium Südosthessen, wie es
jetzt so schön heißt. In unserem Kommissariat gibt es mehrere Sachgebiete, außer
für Raubstraftaten sind wir für Brand- und Waffendelikte, für Vermißte und für
Tötungsdelikte, also Mord und Totschlag, zuständig.
TextArt:
Wie sieht Ihr Arbeitsalltag zeitlich aus?
Nikola
Hahn: Grundsätzlich arbeite ich von 7 bis halb 4, aber wenn ein aktueller
Fall anliegt, gibt es keinen geregelten Feierabend. Außerdem müssen wir pro
Beamter etwa drei bis vier Bereitschaftsdienste im Monat machen. Hin und wieder
kommt es auch vor, dass abends oder nachts bei mir zu Hause das Telefon
klingelt.
TextArt:
Und dann erleben Sie das, was im „Tatort“ immer fiktional dargeboten
wird. Wie unterscheidet sich das von dem, was man im Fernsehen sieht?
Nikola
Hahn: Was man in den Krimis nie vollständig zeigen kann, ist die ganze Büroarbeit.
Gerade bei einem Tötungsdelikt studiert man oft tagelang Akten. Außerdem ist
es so gut wie unmöglich, dass es ein Beamter alleine schafft, einen Mordfall
mit unbekanntem Täter aufzuklären. Das wird im Team gemacht, Henning Mankell
beschreibt das sehr realitätsnah. Und es ist auch nicht wie im Film, dass man
nur drei Personen hat, zu denen man hingeht und einer davon ist dann der Verdächtige.
Man muss das gesamte Umfeld des Opfers abklären, alle Personen, die mit ihm in
Verbindung standen oder gestanden haben könnten, von den Familienmitgliedern über
sämtliche Arbeitskollegen bis hin zu allen möglichen Privatkontakten. Jede
Telefonnummer, die, wir finden, wird überprüft. Das geht teilweise Jahrzehnte
zurück, je nachdem, wie viele Hinweise wir haben, und das können Hunderte
sein. Darüber hinaus gibt es das riesige Feld der Spuren, das im Fernsehen
immer reduziert ist, ja sein muß, weil der Krimi sonst viel zu langatmig wäre.
(...)
TextArt:
Was sagen denn Ihre Kollegen und Vorgesetzten zu Ihren Büchern?
Nikola
Hahn: Kollegen kommen öfter mal und wollen ein Autogramm haben. Viele haben
gefragt, wann ist denn der neue Roman fertig, wann erscheint er? Die
Pressestelle legt mir ab und zu Artikel über Lesungen und ähnliches ins Fach.
Das sorgt dann regelmäßig für spaßige Bemerkungen. Die Schriftstellerei habe
ich als Nebenbeschäftigung offiziell angemeldet.
TextArt:
Kommen wir zu dem anderen Buch – „Die Wassermühle“. Das ist ihr Roman
Nummer zwei. Es wirkt so, als sei dieses Buch das erste.
Nikola
Hahn: Vom Manuskript ist es das auch.
TextArt: Das hat
ja auch wirklich mit Ihnen zu tun – es spielt heute, es spielt hier in der
Gegend, es ist eher psychologisch, und es ist kein Krimi.
Nikola
Hahn: Es ist eine Familiengeschichte mit starkem Polizeibezug. Es geht um
die Probleme eines Polizeibeamten mit seiner jungen Kollegin, aber auch um Kunst
und Sprache –Themen, die mich sehr interessieren. Das Beamten-Deutsch im
Polizeialltag wird dem Jargon der Offenbacher entgegengestellt, geschraubte
Formulierungen bei einer Vernissage werden von einer bodenständigen
Krankenschwester, der Hauptperson, entlarvt. Dazu kommen die verqueren Sachen,
die man erlebt, wenn Bürger aufs Revier kommen und eine Anzeige erstatten
Obwohl ich auch sehr ernste Szenen beschreibe, beispielsweise das Überbringen
einer Todesnachricht, ist der Roman mit vielen lustigen Anekdoten aus dem
Polizeialltag garniert.
TextArt:
Fällt Ihnen das auch auf bei der Arbeit?
Nikola
Hahn: Das meiste stammt aus meiner Zeit bei der Schutzpolizei. Da gab es
kuriose Anzeigen, oder jemand hat einen Spruch gemacht – das hab ich alles in
einen Kasten geworfen, ohne zu wissen, was ich damit mal anfange. Als ich dann
– Jahre später – den Entwurf zur „Wassermühle“ überarbeitet habe,
haben diese Dinge gut reingepasst.
TextArt:
Was kommt denn als Nächstes?
Nikola
Hahn: Wieder etwas Historisches.
TextArt:
Die Fortsetzung der Frankfurter Polizeigeschichte ...
Nikola
Hahn: Ja, aber in den Zwanzigerjahren. Das ist eine interessante Zeit. Ich
weiß aber noch nicht, welche Jahre ich genau nehme. Viktoria wird jedenfalls
noch am Leben sein. Außerdem lasse ich mein erstes Buch „Baumgesicht“ neu
auflegen Ich bin gerade dabei, die Texte zu bearbeiten.
TextArt:
Gute Aussichten. Vielen Dank für das Gespräch.
©
TextArt Magazin,
Internet:
www.textartmagazin.de
Das
vollständige Interview ist in der Juniausgabe 2003 der Zeitschrift Textart zu
lesen.
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