(Main-County
2/2001 erschienen Nov. 2001))
Begeisterung
am Schreiben und ein dickes Fell
Interview
mit Nikola Hahn
Sie
ist Kriminalhauptkommissarin und schreibt Krimis. Ihre Begeisterung
Geschichten zu erzählen hat sich schon in ihrer Jugend ausgeprägt.
Das hat nichts mit ihrem Beruf zu tun, es fasziniert sie, Geschichten
und Figuren aus ihrer Phantasie lebendig werden zu lassen. Ein mehrjähriges
Fernstudium in Belletristik, Sachliteratur und Lyrik, beim Beruf
Schreiben überläßt Nikola Hahn nur sehr wenig dem Zufall.
„Schreiben ist Arbeit, und berufsmäßiges Schreiben ist eine
Hundearbeit.“
Nikola
Hahn begann nach dem Abitur eine Ausbildung bei der Hessischen
Polizei, sie wollte keinen Bürojob machen. Heute arbeitet sie beim
Polizeipräsidium Offenbach im Kommissariat für Kapitaldelikte im
Sachgebiet Raub und Erpressungen.
Von
Nikola Hahn sind bereits die beiden Romane „Die Detektivin“ und
„Die Wassermühle“ erschienen. Zur Zeit arbeitet sie unter dem
Arbeitstitel „Die Farbe von Kristall“ an ihrem dritten Roman.

Auch
wenn Ihre Arbeit bei der Polizei und als Autorin „zwei paar
Schuhe“ sind, ist es doch sicher nicht einfach, beides miteinander
zu vereinbaren?
Ich
versuche sogar sehr strikt, das zu trennen. Ich schreibe jetzt schon
sehr lange. So richtig seit Mitte der 80er Jahre als ich auch bei der
Polizei angefangen habe. Und damals hatte ich nie Probleme, ich habe
kleine Sachen geschrieben, Kurzgeschichten und Gedichte, auch mal für
eine Zeitung. Aber seitdem ich mit Romanen angefangen habe, wurde es
schon ziemlich heavy. Jetzt bin ich am dritten. Da merke ich schon,
ich bin jetzt seit einigen Monaten nicht mehr zum Schreiben gekommen,
weil es dienstlich nicht geht. Man hat Probleme wieder rein zu kommen,
zu sagen, jetzt Schluß mit dienstlichen Gedanken, jetzt mache ich mit
Romanschreiben weiter. Da müsste man lügen, um zu sagen, das wäre
einfach. Auf der anderen Seite will ich nur etwas machen, mit dem ich
100% zufrieden bin.
Gibt
es da keinen Zeitdruck für Sie? Gibt es da keinen Verlag, der Ihnen
im Nacken sitzt?
Schon,
aber der hat keine Chance. Ich habe natürlich einen Vertrag und ich
muss sagen, ich arbeite ja mit einer Agentur zusammen. Der Verlag
weiss, dass ich einen Hauptberuf habe und das Schreiben kann nur dann
sein, wenn ich den Hauptberuf abgeschlossen habe. Aber es gibt Zeiten
bei uns, und im Moment ist es so, wo sehr viel los ist und ich eben
nicht abends so heimkomme, dass ich mich noch vor den Computer setzen
mag. Das wissen die, aber natürlich haben die auch ihre Pläne ...
Ich muss eben sagen: Zuerst die Polizei, dann das Buch – und es
dauert so lang, wie es dauert. Ich hab jetzt etwa die Hälfte von
meinem neuen Buch fertig, und ich weiß nicht, wie lange ich noch
brauche.
Gibt
es so etwas wie Ihren Arbeitsalltag im Kommissariat?
Jeder
Tag fängt mit einer Besprechung an - morgens um halb acht. Da werden
wichtige Dinge bekannt gegeben, über außergewöhnliche Fälle
berichtet. Der Bereitschaftsdienst erzählt, was in der Nacht los war
und solche Sachen. Und ansonsten kommt es dann drauf an: Anzeigen
kommen rein, oder es gibt Überfälle oder sonstiges. Da sind
Vorladungen, oder man fährt raus, macht Ermittlungen, das ist
unterschiedlich. Natürlich, wenn Sie Anzeigen haben, in der
Bearbeitung der Akten gibt es schon gewisse Dinge, die immer wieder
kommen, aber man kann eben nicht sagen, dass es jeden Tag gleich abläuft.
Ein Bankräuber, der sagt eben vorher nicht Bescheid, wenn er einen Überfall
macht.
Sie
sagen, in Ihrem Job bekommt man zwangsläufig ein dickes Fell! Sie
sprechen sehr locker über „Tote, die dazwischen kommen“. Gehen
Ihnen Tod, Gewalt und Leid denn wirklich nicht mehr so nahe?
Man
geht anders damit um. Wenn da eben ein Toter liegt, dann muss ich den
untersuchen. Ich kann mir keine Gedanken machen, ob ich das jetzt
eklig finde oder nicht, oder ob mir das jetzt passt. Das lernt man. Es
schließt aber nicht aus, dass man die Situation nicht mehr sensibel
erfassen kann. Das ist irgendwie eine Gratwanderung, und natürlich
gibt es Dinge, die einen sehr belasten, wir sind keine Übermenschen.
Es ist auch noch nach 20 Jahren eklig, wenn Sie nach 4 Wochen Liegzeit
einen Toten untersuchen müssen: Der Geruch und alles, da gewöhne ich
mich auch in 120 Jahren noch nicht dran. Der Unterschied ist, jemand,
der so etwas noch nie gesehen hat, der würde das vielleicht gar nicht
machen können. Und wir, na gut, schlimmstenfalls wird einem mal
schlecht, aber man macht‘s halt trotzdem. Man muss da eine gewisse
Routine, Professionalität entwickeln, anders geht es nicht. Wer das
nicht kann, muss über kurz oder lang in ein anderes Gebiet wechseln,
weil man sich sonst kaputt macht.
Was
noch viel schlimmer ist, ist der Umgang mit den Opfern. Wenn Sie mit
Leuten „arbeiten“ müssen, die jemanden verloren haben, wo jemand
umgebracht worden ist. Und Opfer in Raubsachen, man stellt sich das
immer so vor, ja gut, „es ist ja nichts passiert“ beim Banküberfall,
aber die Leute haben große Probleme damit, das zu verarbeiten. Ich
habe Opfer gehabt, auch Zeugen, die haben total couragiert reagiert.
Also eine Frau z.B., die hat dem Täter sogar die Maske
runtergerissen, hat noch versucht ihn festzuhalten. Die war 4 Wochen
später noch mal bei mir und war nicht in der Lage allein zu kommen.
Sie ist bei jedem Telefonklingeln zusammengeschreckt, und sie sagte,
ich kann da gar nichts dran machen. Darüber wird überhaupt nicht
gesprochen in der Öffentlichkeit, da denkt man überhaupt nicht drüber
nach. Diese Symptome haben Sie fast bei allen Opfern, egal, ob jemand
jetzt körperlichen Schaden davon getragen hat. Man denkt immer, ein
Einbruch, wenn man gar nicht da ist, das kann ja nicht so schlimm
sein. Aber das ist schlimm. Die Leute sind wirklich fix und fertig.
Man muss das wirklich erlebt haben, wie sie da sitzen und sich bemühen,
das in den Griff zu kriegen. Die meisten schaffen‘s eben nicht. Ich
hoffe, so etwas würde mehr in der Öffentlichkeit bekannt. Auch die
Situation vor Gericht, da ist es besonders schwer, noch mal alles zu
schildern, wenn auch noch der Täter anwesend ist. Dass man da ein
bisschen mehr Sensibilität entwickelt, das wäre so mein
Wunsch.
Die
Heldin in „Die Detektivin“ darf in der Gesellschaft im Frankfurt
von 1882 nicht offen ihrem Interesse an Kriminalistik nachgehen. Sie
sagen, bei der Polizeiarbeit heute, werden Frauen akzeptiert und
respektiert!
Ich
gehörte zu den ersten Frauen, die zur Bereitschaftspolizei gekommen
sind, die anderen hatten eine andere Ausbildung. Bei der uniformierten
Polizei gibt’s ja eh erst seit 1981 Frauen in Hessen. Bei der Kripo
gab’s vorher schon welche, aber die sind direkt ausgebildet worden.
Die Männer, das ist etwas, da werde ich wirklich häufig drauf
angesprochen: Das geht dann oft in die Ecke, „Frauen und unterdrückt“.
Ich kann‘s von mir aus einfach nicht bestätigen. Ich habe als Frau
immer eine Position gehabt, die es mir erlaubte, mich voll
einzubringen. Wir haben ja mittlerweile ungefähr 50% Frauen bei den
Neueinstellungen. Es ist nichts Außergewöhnliches mehr. Wenn man
keine Sonderposition beansprucht, dann hat man auch die Probleme
nicht. Ich habe mich allerdings auch nie an dem bisschen rauheren
Umgangston gestört, ich fand das immer sehr angenehm. Es ist mir
lieber als nichtssagende Freundlichkeiten.
Sie
kritisieren mangelnde Recherche, die dann beispielsweise zu solchen
Klischees wie den – wie Sie es in etwa formulierten –
Designer-Klamotten tragenden Kommissarinnen auf Stöckelschuhen oder
Mannweibern in TV-Serien führt.
Leider
machen sich immer weniger Autoren die Mühe, das Umfeld zu
recherchieren. Beim Krimi habe ich natürlich den Vorteil in dem Beruf
zu sein, aber ich schreibe z.B. auch über eine Zeit, die ich nicht
kenne. Dann lese ich etwas darüber und versuche mich da rein zu
versetzen. Ich bin eben von der altmodischen Sorte, die der Meinung
ist, dass gute, fundierte Sachen sich auf Dauer besser durchsetzen.
Ich ziele natürlich auch auf eine bestimmte Lesergruppe hin. Ich will
unterhalten, aber schon mit Anspruch. So eine Geschichte wird
konzipiert, sie soll Hand und Fuß haben, die Figuren glaubwürdig
sein, der Hintergrund stimmen. Und auch an die Sprache habe ich einen
gewissen Anspruch, der sich allerdings natürlich auch weiter
entwickelt. Und das finde ich wichtig. Ich meine, es kann zwar
verkaufsfördernd sein, wenn man 5mal das gleiche schreibt, aber spätestens
beim 6. und 7. Mal fangen die Leser an sich zu langweilen. Natürlich
ist man in der Zwickmühle, das sehe ich auch, ich habe ja
mittlerweile ein bisschen Einblick in das Verlagsleben, das Marketing
und diese ganzen Mechanismen. Die Autoren haben es schwer. Es wird
schon darauf geachtet, dass man im Schema bleibt.

Geben
Sie mit Ihrem nächsten Buch – einer Fortsetzung der Detektivin –
den Anforderungen des Verlags nach?
Mein
erstes Buch ist überhaupt nicht zu vergleichen mit dem zweiten. Und
das hat im Verlag nicht so gefallen. Am Buch selbst lag´s nicht,
sondern dass ich da thematisch ausgeschert bin. Mit dem dritten habe
ich ein Schnippchen geschlagen. Ich habe gesagt, gut, ich will ja
gerne die Detektivin fortsetzen. Die Geschichte schreit ja auch
danach, sie fortzusetzen. Aber ich habe keine Lust, drei oder fünf Bücher
über die Heldin zu schreiben, die jung ist, heimlich Bücher liest
und ziemlich naiv ist. Die soll sich schon ein bisschen entwickeln,
und ich will ja auch die Geschichte der Kriminalistik erzählen. Mein
Buch spielt jetzt 20 Jahre später, d.h. alle sind erheblich älter,
es ist eine andere Zeit. Auch der Aufbau ist ein bisschen anders und
es ist diesmal ein authentischer Fall – mit Fiktion verbunden. Das
ist auch für mich wahnsinnig interessant, wirklich diesen Fall –
eigentlich sind es sogar zwei Fälle, zwischen denen ein paar Jahre
liegen – in die Geschichte einzuweben. Ich habe mir auch
perspektivische Veränderungen erlaubt, d.h. ich schreibe nicht mehr
nur aus der Sicht der Detektivin und des Kommissars sondern mit
anderen Perspektiven dazu. Aber grundsätzlich ist auch
Wiedererkennungswert da. Und natürlich habe ich meine Handschrift,
das ist klar. Ich will immer wieder etwas Neues machen. Mein Plan ist,
die Geschichte generationsmäßig fortzuführen, und dann kann man
sich schon ausrechnen, wie schnell man in der Gegenwart ist und damit
das Ende erreicht.
Was
verraten Sie uns noch über Ihren neuen Roman?
Der
neue Roman spielt in Frankfurt 1904, der Kommissar Biddling kommt
wieder vor, Kriminalschutzmann Heiner Braun und Victoria. Neu dazu
kommt eine Figur, die erste Polizistin. Das war 1903 in Stuttgart, da
gab es die erste Polizeiassistentin, Fürsorgedamen oder
Polizeimatronen nannte man sie damals. Das war Henriette Arendt, über
die habe ich ein Buch gelesen. Sie war sehr rührig, ist aber
gescheitert an ihrem Job. Sie hat interessante Bücher geschrieben,
die mit ein Reibungspunkt waren. Sie hat eben Sachen (wie zum Beispiel
Kinderhandel, oder auch den Streit mit ihren Vorgesetzten) an die Öffentlichkeit
gebracht, bis hin zu Aktendetails – das würde heute auch keiner mögen.
Und aus dieser Polizeiassistentin habe ich eine fiktive Figur
entwickelt und sie nach Frankfurt gebracht. Die Rahmenhandlung von der
Geschichte ist eben der authentische Fall von 1904, das ging vom
Februar bis zur Hinrichtung der Täter im Herbst. Und in diesem
Zeitraum spielt das Buch. Es geht eben darum, diesen Fall aufzuklären
und noch einiges, das dann wieder in die Vergangenheit führt. Das
sind dann die Anknüpfungspunkte an die Detektivin.
Ein
Thema, egal ob in der Wassermühle oder in der Detektivin, ist immer
die Frau in der Gesellschaft. Schreiben Sie Frauenromane?
Mein
Thema sind Frauen und Männer in der Gesellschaft. Die Frage kommt
immer mal von Frauen, aber ich versuche Rollen im allgemeinen zu
beschreiben.
Die
Detektivin wird aus der Perspektive von Richard, also dem Kommissar
und von Victoria erzählt. Wobei die Heldin den Hauptpart hat.
Allerdings hat auch der Kommissar seine Biographie, da habe ich großen
Wert darauf gelegt, dass die unterschiedlichen Standpunkte gezeigt
werden. Damals konnte ja jeder an seiner Rolle leiden. Es ist ja auch
nicht jedem in die Wiege gelegt, als preußisch disziplinierter
Beamter die männliche Rolle auszufüllen.
Und
in der Wassermühle war es mir ein Bedürfnis, dieses Klischee der
Superfrau, die alles kann, alles hat, aufzudecken. Das erlebe ich ja
selbst, wenn man mich als berufstätige Frau, die noch dazu schreibt
und noch einige weitere Sachen macht, fragt, warum ich keine Kinder
habe. Diese Frage ist einfach überflüssig. Man kann nicht alles
haben und machen. Und die Propaganda von diesen Superweibern, das tut
den Frauen nicht gut. Weil jeder denkt, es muss möglich sein, so zu
sein. Und man übernimmt sich dann total.
Außerdem
sind wir nun mal zwei Geschlechter auf dieser Welt und beide haben
ihre Probleme. Darum halte ich auch nichts davon, Männer in die
Pfanne zu hauen. Wir müssen zu einem anderen Rollenverständnis
kommen. Jeder soll so leben, wie er denkt. Und man sollte nicht darüber
urteilen, wenn jemand Hausfrau sein will und zwei Kinder haben will
und sonst nichts. Da wird man ja schon in Frage gestellt, naja,
eigentlich könnte sie ja noch berufstätig sein. Top-gestylt ist
sowieso Voraussetzung. Das ist einfach doof. Obwohl ich ja auch viel
mache, und bestimmt nicht sage, „Frauen an den Herd“. Aber jeder
muss seine Rolle finden im Leben, und zwar mit dem Partner
zusammen.
Neben
Garten und Natur geben Sie als Hobbys Lesen, Malen, Fotografieren,
Sport (Schwimmen und Laufen) und die Vermittlung internationaler
Brieffreundschaften an! Und Sie arbeiten in der Redaktion von
IGdA-aktuell (Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren). Wann
machen Sie das alles?
Vieles
läuft eben nicht parallel sondern hintereinander. Das einzige was ich
regelmäßig tue, ist die Vermittlung von den Brieffreundschaften. Das
ist mir aber auch persönlich sehr wichtig. Ich mache das schon seit
15 Jahren. Und gerade jetzt, bei diesen Ereignissen in New York, es
ist so völkerverbindend. Wir haben auf der ganzen Welt Mitglieder,
alt und jung, da gibt es keine Unterschiede, auch nicht durch
Religion. Das ist wirklich international. Und ich sehe, wie froh die
Leute sind, welchen Spaß es ihnen macht, trotz eMail und Computer,
richtige Briefe zu schreiben. Andere Sachen kann ich aber zurückfahren,
selbst das Schreiben. Wenn das neue Buch fertig ist, werde ich
wahrscheinlich wieder eine Pause machen. Und dann kommen wieder andere
Dinge in den Vordergrund. Und
anders ließe sich das nicht machen. Ich bin ja auch noch verheiratet,
und die Partnerschaft muss
man ja auch ein bisschen pflegen.
Sie
finden Bürokratie furchtbar, Actionkrimis gefallen Ihnen nicht und
Sie wehren sich vehement gegen die Vorstellung, Schriftstellerei sei
ein lockeres Hobby bei freier Zeiteinteilung, dem jeder nachgehen
kann!
Ich
werde oft von Leuten angesprochen, die meinen sie hätten etwas Tolles
erlebt und glauben, sie müssten das jetzt bloß noch aufschreiben.
Aber das ist es halt nicht. Natürlich braucht es auch Kreativität,
auch Eingabe, Phantasie, aber es ist auch Handwerk. Und das muss man
lernen. Sie müssen dem Leser ja etwas bieten. Und eine Geschichte
folgt bestimmten Regeln. Das hat nichts mit nach Schema F schreiben zu
tun. Es ist nicht möglich, nur mit Handwerk ohne Spontanität eine
Geschichte zu machen. Aber selbst wenn Sie sich noch so bemühen, die
erste Fassung, die Sie schreiben, ist nicht perfekt. Dann müssen Sie
eben feilen an dem Text. Wie ein Bildhauer, der an einem Klotz erst
meißelt und am Schluß kommt das Polieren.
Und
genauso ist es mit Texten. Es ist mir ein Anliegen, angehenden Autoren
klarzumachen, dass die Ablehnung ihrer Manuskripte auch damit zu tun
haben kann, dass sie eben noch sehr ungeschliffen sind. Und dass man
daran etwas tun kann, so dass sich die Chancen erhöhen. Das
Autorenleben ist in weiten Zügen auch nicht aufregend. Man sitzt
alleine an seinem Computer, oder man recherchiert, man kämpft mit
seinen Worten und der Job ist eigentlich recht einsam. Ich stehe im
Kontakt mit mehreren Autoren, um einen Gegenpol zu haben. Damit man
sich austauschen kann, denn unsere Probleme sind oft die gleichen: Es
hilft zu wissen, der andere kommt gerade auch nicht weiter.
Das
Interview führte Dr. Ute Knorre/Fotos: © Kröner Fotografie
