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Kurzgeschichten aus "Baumgesicht"

zum Thema "moderne Kunst"

 

Das Denkmal

 

I

 

ch gehörte von Jugend an zu den Menschen, die mit moderner Kunst nichts Rechtes anzufangen wußten, und wahrscheinlich wäre ich heute ein bedingungsloser Kritiker jener Kunstgattung, wenn das Denkmal nicht gewesen wäre.

Ich habe lange überlegt, ob ich den Namen des Betreffenden preisgeben soll, aber ich glaube, es wäre unfair, denn schließlich konnte er nichts dafür, daß ihn seine Mitmenschen zum Idol erkoren. Auch ich schwärmte für ihn, hing an seinen Lippen, wenn er sprach, las jeden Artikel, den er veröffentlichte, nahm seine Worte für Wahrheit. Ich mochte sein ruhiges Wesen, sein sympathisches Auftreten, seine klugen Gedanken. Aber am meisten liebte ich seine Augen, die alle Träume dieser Welt zu erfüllen versprachen. Er war eine angesehene Persönlichkeit und sollte für seine vorbildlichen Taten geehrt werden.

Ich hatte sämtliche Beziehungen spielen lassen, um eine der begehrten Einlaßkarten zu erhalten und drängelte mich erwartungsfroh zwischen den Honoratioren hindurch, bis ich ganz nah bei dem verhüllten Gebilde stand, das auf einem Podest inmitten des festlich erleuchteten Saales thronte und darauf zu warten schien, endlich entblößt zu werden.

Als nach einer Laudatio der Augenblick gekommen war, erhoben sich grimmiges Gemurmel und lauter Protest. Dieser stummelgliedrige unförmige Steinblock sollte eine Ehrung sein? Der reinste Hohn. Eine Beleidigung! Die Umstehenden sprachen aus, was ich dachte: Die Fratze mit den toten Steinhöhlenaugen hatte nicht das geringste mit dem ebenmäßigen Gesicht des Mannes gemein, den wir verehrten.

Das Denkmal wurde zum Gesprächsthema des Abends, aber ich wollte über diese Geschmacklosigkeit nicht reden und zog mich in eine ruhige Ecke des Saals zurück.

„Ich verstehe das nicht“, sagte eine Frauenstimme in meinem Rücken. Eine gefühlvolle Stimme, deren Klang mir bekannt vorkam.

„Ich finde dieses sogenannte Kunstwerk auch abscheulich“, entgegnete eine zweite Frau.

„Ich meine nicht den Steinblock“, sagte die erste. „Ich verstehe den Rummel nicht, der um ihn gemacht wird. Wie kann man einen so skrupellosen und egoistischen Menschen zu einer Kultfigur verklären?“

„Aber Ingrid“, erregte sich die zweite Stimme. „Er ist doch dein Sohn!“

„Eben. Dieses verpönte Denkmal zeigt mehr von ihm als alle Illustriertenfotos zusammengenommen.“

Die Verbitterung in ihrer Stimme war unüberhörbar. Ich wollte nicht wissen, ob sie auch seine Augen hatte und rannte, ohne mich umzudrehen, aus dem Saal.

 

Gestern brachten sie ein Interview mit ihm. Seine Augen strahlten, aber einen Moment lang glaubte ich, in die dunklen Höhlen zu sehen, die sich dahinter verbargen. Stürmischer Applaus war ihm gewiß.


 

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Ottos Schreibmaschine

 

 

E

 

inige Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung hatten schon zum wiederholten Mal gähnend auf die Uhr geschaut, als der Bürgermeister endlich den letzten Tagesordnungspunkt zur Sprache brachte. „Wie Sie wissen, ist per Satzung festgeschrieben, daß ein gewisser Prozentsatz öffentlicher Mittel der Kunst zugute kommen soll.“

An dem leicht ironischen Unterton hätte ein aufmerksamer Zuhörer erkennen können, daß nach dem Willen des Bürgermeisters die betreffende Satzung gestrichen werden könnte, aber aufmerksame Zuhörer gab es zu dieser Stunde selbst in den Reihen der Opposition nicht mehr. So wurde nach kurzer Debatte die Entscheidung darüber, welches Kunstwerk fortan die Eingangshalle des Rathauses schmücken sollte, dem neuernannten Kulturdezernenten Mittrich übertragen, der davon erfuhr, als er anderntags gegen neun zum Dienst erschien.

„Das ist nur eine der Aufgaben, die dich erwarten“, sagte der Bürgermeister mit einem Anflug Schadenfreude zu seinem Duz-Freund. „Aber du wolltest das Ressort ja unbedingt haben.“

„Unbedingt ist übertrieben“, entgegnete Mittrich. „Aber ich werde die Chance zu nutzen wissen.“

Lothar Mittrich hatte den Weg in die Politik gefunden, nachdem er jahrelang im Streifenwagen mehr oder weniger erfolglos den kleinen und mittelgroßen Sündern der Stadt hinterhergefahren war. Seine Entscheidung, die Uniform gegen einen Anzug zu tauschen, wirkte sich nicht nur auf dem Gehaltskonto positiv aus, sondern ließ auch sein Selbstwertgefühl beträchtlich steigen, was ihm unter seinen ehemaligen Kollegen den Ruf eines arroganten Emporkömmlings einbrachte. Die Zeiten, in denen er sich über solcherart Geschwätz aufgeregt hatte, waren gottlob längst vorbei.

Mit Beharrlichkeit, Engagement, dem richtigen Parteibuch und der richtigen Meinung würde er die Karriereleiter emporklettern. Das allein zählte. Um dieses Ziel zu erreichen, nahm er auch das Amt des Kulturdezernenten in Kauf, obwohl ihn Kunst und Kultur nicht die Bohne interessierten, wie er seiner Frau in einer weinseligen Stunde anvertraute. Er wünschte dem Bürgermeister lächelnd einen guten Tag und ging in sein Büro. Daß er als erste Amtshandlung ein Kunstwerk für das Rathaus aussuchen sollte, sah er als Vertrauensbeweis und eine hervorragende Möglichkeit, Fachkenntnis und Fortschritt zu demonstrieren. Da er von Kunst keine Ahnung hatte, holte er vor seiner Entscheidung den Rat eines angesehenen Kritikers ein.

An einem sonnigen Spätsommertag wurde das Kunstwerk ins Rathaus gebracht, in dem außer der Stadtverwaltung und dem Bürgermeisteramt auch die Polizeistation untergebracht war. Der Bürgermeister und einige Angestellte kamen eigens aus ihren Büros im zweiten Stock in die Eingangshalle herunter, um die Neuerwerbung zu begutachten.

„Kreativität und Phantasie in der Auswahl der Materialien und des Sujets sowie die eigenwillige Komposition verraten ein großes Talent“, sagte Kulturdezernent Mittrich. Das hatte der Kritiker auch gesagt, und bei richtiger Betrachtung konnte man dem nur zustimmen.

Der Bürgermeister nickte und dachte an das Röhrender-Hirsch-am-Waldesrand-Ölbild, das über seinem Wohnzimmersofa hing. Irgendwie konnte er damit mehr anfangen. Aber er sah ein, daß er den Zeitgeist respektieren mußte: neue Wege in Politik und Kultur! Ja, er hatte gut daran getan, Lothar die Entscheidung zu überlassen.

 

Als Polizeihauptmeister Otto Ohnsorg an jenem Spätsommertag kurz vor neunzehn Uhr zur Nachtschicht kam, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. Da hatte es doch tatsächlich jemand gewagt, eine Ladung Sperrmüll im Foyer abzustellen: Eisenteile, ein ramponierter Vorschlaghammer, zwei rostige Milchkannen, alte Gartenwerkzeuge, eine klapprige Schreibmaschine und anderes Gerümpel stapelten sich ohne Sinn und Plan auf einer gammeligen Schubkarre, die mitten im Weg stand.

Kopfschüttelnd ging Otto in die Wache. „Welcher Schmutzfink hat denn da draußen seinen Mist entsorgt?“ fragte er einen Kollegen von der Spätschicht.

„Also bitte!“ sagte der Kollege grinsend. „Spricht man so von einem künstlerischen Werke, das eigens zur Verschönerung dieses Gebäudes und zur Erquickung unserer müden Beamtenseelen aufgestellt wurde?“

„Das ist nicht dein Ernst!“ entgegnete Otto.

„Dreimal darfst du raten, wer sich mit diesem originellen Stück ein Denkmal setzen will.“

„Spuck’s schon aus.“

„Dein zu Amt und Würden gelangter Streifenpartner Lothar, seines Zeichens Kulturdezernent dieser schönen Stadt.“

„Der wußte nicht mal, wie man einen Unfall gescheit aufnimmt“, brummte Otto und verschwand im Sozialraum.

„Das braucht er als Politiker auch nicht zu wissen!“ rief ihm der Kollege hinterher.

 

Man mochte über das Kunstwerk denken, was man wollte, es lockte die Bürger in Scharen zum Rathaus und förderte somit unbestreitbar die öffentliche Kommunikation. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda und einen Artikel in der örtlichen Zeitung neugierig gemacht, kamen täglich Dutzende, um zu sehen, was die Stadt mit ihren Steuergeldern anstellte. Den meisten genügte ein flüchtiger Blick, um ihre Empörung kundzutun.

Da die Büros der zuständigen Mitarbeiter des öfteren wegen Teilzeit, Gleitzeit, Frühstücks- oder Mittagspause geschlossen waren, ergossen sich die Beschwerdeströme regelmäßig in die Wache der Polizeistation, was nicht dazu beitrug, das Kunstverständnis der Beamten zu verbessern. Einer der Besucher war der alte Heinrich, der vor neunundachtzig Jahren in dieser Stadt zur Welt gekommen war, und alle Geschehnisse in seiner Heimat mit Interesse verfolgte.

„Herr Wachtmeister, ich möchte Anzeige erstatten!“ sagte er zu Otto, der es längst aufgegeben hatte, ihm zu erklären, daß es in der Polizeihierarchie seit Jahren keine Wachtmeister mehr gab.

„Und wen, bitteschön, wollense anzeigen?“

Heinrich straffte seine Schultern. „Den Plagiator, der den Schubkarren in der Eingangshalle als sein Kunstwerk deklariert hat!“

„Mhm“, sagte Otto.

Heinrichs Augen funkelten angriffslustig. „Herr Wachtmeister, ich habe mich informiert: Der Mensch, der behauptet, der olle Karren da draußen sei sein Kunstwerk, der ist ein Plagiator! Ein Plagiator ist nämlich einer, der ein Plagiat begeht. Und ein Plagiat ist ein Werk, das durch unrechtmäßiges Nachahmen entsteht. Das sagt mein Nachbar, der ist Lehrer und muß es wissen. Außerdem habe ich in meinem Lexikon nachgesehen, und ich kann Ihnen sagen: Genau so einen Karren hab’ ich seit Jahr und Tag bei mir zuhause in der Scheune stehen. Und es sind fast die gleichen Sachen drauf, außer der Schreibmaschine. Die funktioniert ja noch, und da werfe ich sie nicht einfach fort.“

„Soso“, sagte Otto.

„So lange, wie mein Karren schon in der Scheune steht, lebt der Künstler bestimmt noch gar nicht! Nehmen Sie jetzt bitte meine Anzeige auf?“

Otto dachte nach. „Wenn’s recht ist: Ich hätte eine bessere Idee.“

 

Zwei Tage später erschien in der örtlichen Zeitung ein Artikel, der Kulturdezernent Mittrich die Schamesröte ins Gesicht trieb. Irgendein seniler Greis hatte die Frechheit besessen, der Redaktion das Foto einer gammeligen Schubkarre vorzulegen und zu behaupten, das sei das Original, und im Rathaus stehe bloß ein Plagiat herum, das ein durchtriebener Künstler einem unfähigen Kulturdezernenten untergejubelt habe. Zwischen zwei Schubkarrenbildern, das eine mit einer Scheune, das andere mit dem Rathausfoyer als Hintergrund, war ein Foto des alten Heinrich abgedruckt. Es trug die Unterschrift: Ich aber soll zum Meißel mich erniedern, wo ich der Künstler könnte sein? Schiller, Don Carlos.

Kulturdezernent Mittrich griff wütend zum Telefon, um sich in der Redaktion zu beschweren, aber mitten in der Bewegung hielt er inne. Einem Mann seines Kalibers standen schließlich andere Möglichkeiten zur Verfügung.

Wiederum zwei Tage später erschien im Feuilleton einer überregionalen Tageszeitung ein längerer Artikel über eine talentierte Künstlerin. Verfasser war ein bekannter Kritiker, dessen Urteil in der Fachwelt großes Ansehen genoß. Er bescheinigte der jungen Künstlerin Kreativität und Phantasie in der Auswahl ihrer Materialien und Sujets und lobte ihre eigenwilligen Kompositionen, die konservativen Kunstformen verhaftete Naturen zuweilen als banal abqualifizierten, während sie in Wahrheit Ausdruck einer großen Begabung seien. Lobend erwähnte der Kritiker, daß Kulturdezernent Mittrich der jungen Künstlerin ein Forum gegeben habe, obwohl sich viele Bürger seiner Stadt dagegen ausgesprochen hätten. Der Artikel schloß mit dem Hinweis, daß man dem Durchschnittsmenschen keineswegs verübeln dürfe, wenn er gewisse Dimensionen geistig-schöpferischer Kraft nicht zu würdigen wisse, denn wie habe schon August Graf von Platen gesagt? Die Kunst ist keine Dienerin der Menge.

 

Zwei Wochen später, nachts um halb eins, saß Polizeihauptmeister Otto Ohnsorg in einem Raum neben der Wache und tippte im Ein-Finger-Suchsystem die Angaben eines Autofahrers in die Maschine, der seinen Opel nach einem Kneipenbummel ohne Seitenscheibe und Radio vorgefunden hatte.

„Nicht gerade das modernste Gerät, das Sie da haben, oder?“ meinte der nächtliche Besucher kopfschüttelnd, nachdem Otto zum wiederholten Mal ineinander verklemmte Typen auseinandersortiert hatte.

Otto hörte auf, die Tasten zu bearbeiten und sah den Anzeigenerstatter lächelnd an. „Neulich hat ein Kollege seine Schreibmaschine auseinandergebaut und eine Schraube gefunden, auf der noch der Reichsadler eingestanzt war.“

„Im Ernst?“

„Im vollen Ernst. Wann und wo hatten Sie Ihren Wagen abgestellt?“

„Gegen elf in der Friedhofstraße.“

Otto tippte: Gestern abend gegen 23 Uhr stellte ich meinen Pkw mit dem amtlichen Kenn... Aus. Feierabend. Mit dem E und dem I in Eintracht verkantet, gab das Z seinen Geist auf. Otto nahm den Deckel ab und erkannte, daß diesmal der Exitus eingetreten war. „Einen Moment, bitte“, sagte er zu dem Anzeigenerstatter. „Bin gleich wieder da.“

Er nahm die Schreibmaschine und ging von Büro zu Büro, um Ersatz zu besorgen. Ohne Erfolg. Alle Maschinen waren belegt. Es gab viel zu tun in dieser Nacht.

„Für alles haben die Geld! Nur nicht für uns!“ schimpfte Otto auf der Wache. „Selbst für gammelige Schubkarren werden Unsummen ausgegeben!“ Er warf einen haßerfüllten Blick ins Foyer, wo das Kunstwerk im Licht eines eigens installierten Scheinwerfers strahlte.

„Reg dich nicht auf“, sagte der Dienstgruppenleiter. „Ändern kannst du es sowieso nicht.“

Otto sah ihn nachdenklich an. Dann überzog ein Grinsen sein nachtdienstmüdes Gesicht. „Es wäre doch gelacht, wenn unsereins nicht auch von moderner Kunst profitieren könnte.“

Ohne den verständnislosen Blick seines Vorgesetzten zu beachten, ging Otto in die Eingangshalle und taxierte die eingestaubte Schreibmaschine, die zwischen den Milchkannen und dem Vorschlaghammer lag. Es war zwar nicht das neueste Modell, aber auf jeden Fall besser als das Exemplar, mit dem er sich herumgeplagt hatte. Ungerührt nahm Otto einen Austausch vor und kehrte in den Vernehmungsraum zurück.

„Wo hatten sie Ihren Wagen noch mal abgestellt?“ fragte er den Anzeigenerstatter.

 

Zwei Jahre später, Kulturdezernent Mittrich war inzwischen Mitglied der Landesregierung und der alte Heinrich sanft entschlafen, besuchte ein Fernsehteam die Stadt, in der Polizeihauptmeister Otto Ohnsorg noch immer Streifendienst versah. In der Eingangshalle des Rathauses installierten die Fernsehleute Scheinwerfer und Kameras. Neugierig schauten einige Stadtverordnete und Polizisten, unter ihnen auch Otto, dem Treiben zu.

Nach einleitenden Worten eines bärtigen Reporters über moderne Kunst schwenkte die Kamera auf eine junge Frau, die wie ein verschreckter Paradiesvogel aussah, was zum einen an der Vielfalt und Intensität der Farben liegen mochte, die ihr Gesicht bedeckten und zum anderen an der hektischen Gestik, die sie beim Sprechen entwickelte.

„Hier und heute bin ich gewissermaßen zu den Wurzeln meines Erfolgs zurückgekehrt“, sagte sie, bevor der Reporter überhaupt die erste Frage gestellt hatte. „Ich erinnere mich an meine damalige innere Zerrissenheit und das daraus entstandene Bedürfnis, diesen Zustand, der ja auch global immer mehr um sich greift, plastisch darzustellen. Jedes einzelne Teil dieser Arbeit“, sie deutete zu der Schubkarre, auf der Ottos Schreibmaschine zwischen den rostigen Milchkannen und dem ramponierten Vorschlaghammer lag, „hat seinen unverrückbaren, sozusagen einzigartigen Platz in der Gesamtkomposition.“

Otto mußte husten. Der Reporter bedachte ihn mit einem mißbilligenden Blick und wandte sich wieder seiner Gesprächspartnerin zu. „Was wollen Sie dem Betrachter mit Ihrer Kunst sagen?“

Die Künstlerin strich sich das Haar aus dem Gesicht. „Meine Intention ist es, die Menschen aufzurütteln, sie zum Widerspruch, zum Nachdenken zu bringen, und ich bin gewiß, daß jeder, der sich mit meiner Kunst intensiv beschäftigt, etwas für sein Leben mitnehmen wird.“

Otto bekam einen Lachanfall. Dem Reporter fiel vor Schreck das Mikrofon aus der Hand.

„Schnitt! Schnitt!“ schrie er. Die junge Künstlerin schaute zu Otto herüber. Er zwinkerte ihr zu, und nach kurzem Zögern zwinkerte sie zurück, gerade so, als sei hier eine Verschwörung im Gange, von der nur sie beide wußten.


 

© Nikola Hahn

Nachdruck nur mit Genehmigung

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Anmerkung:

"Ottos Schreibmaschine", entstanden 1992,  lieferte die Grundidee (Kunst und Polizei)  für meinen Roman "Die Wassermühle" (erschienen 2000)

 

 

Wenn Sie noch mehr  aus "BAUMGESICHT" lesen möchten: Hier finden Sie die Titelgeschichte: 

 

 

 

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