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Ihre
Hochzeit hatte die Briefkultur Mitte des 18. Jahrhunderts; von da ab begleitete
der Brief
die
Literatur und die Salons. Die
Salons etablierten sich als wahre Schreibwerkstätten.
Getreu
dem Ideal der Offenheit in der Epoche der bürgerlichen Aufklärung wird der
private
Briefwechsel
entdeckt und zunehmend kultiviert;
trotz der Tatsache, dass um 1770 nur 15%
der
Bevölkerung alphabetisiert waren.
Die
aus den Schreibnormen ausbrechende und gegen die Orthographie, im weitesten
Sinne,
verstoßende
Rahel Varnhagen prägt maßgeblich die Briefliteratur als
Literatur der Salons.
Die
berühmte Salonière und Romantikerin soll mit mehr als 268 Personen
korrespondiert haben.
Sie
befand sich in illustrer Gesellschaft; die geistige Elite der damaligen
Zeit
schrieb und korrespondierte mannigfach. Man rebellierte gegen die Normen der
Briefstellerei und
übertrug
den sprachlichen Umgangsstil in die Korrespondenz; das Gespräch wurde
verschriftlicht.
Quelle:
Christiane
Nägler
Die Salongesellschaft
Eberbacher Str. 2
65347 Eltville / Hattenheim
Email: naegler@salongesellschaft.de
www.salongesellschaft.de