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Bücher
Die
Sonne der Götter
Schreibgeheimnisse
Books on Demand
Norderstedt, 2007
ISBN
978-3-8370-0985-9, 148 S.
geb. mit Schutzumschlag und blauem Lesebändchen
38 Schwarzweiß-, 33 Farbabbildungen
24, 80 €
Originalsignatur
auf dem Cover - exklusiv für meine Leser!
zum Buchverkauf
Informationen über das Buch:
Leserexposé für meinen Historischen Roman
"Die Sonne der Götter"

Frankfurt am Main, Römer
Mach
Deine Bücher
zu
Deinen Gefährten;
Lass
Deine Bücherregale
Dein
Paradies sein.
Text:
aus dem Testament des Rabbi Juda Ibn Tibbon
Bild:
Joachim Reisig/jorare/
www.pixelio.de
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Seit wann schreiben Sie? Haben Sie ein Konzept,
oder schreiben Sie einfach drauflos? Wie lange brauchen Sie für einen Roman?
Woher nehmen Sie Ihre Ideen? Wie und wo recherchieren Sie? Sind Ihre Bücher
autobiografisch?
Nikola Hahn, vor allem durch ihre historischen
Frankfurtkrimis bekanntgeworden, gibt überraschende Antworten auf häufig
gestellte Leserfragen und lüftet nebenbei einige langgehütete Geheimnisse ihrer
persönlichen Schreibwerkstatt. So öffnet die Autorin und Kriminalbeamtin zwanzig
Jahre nach den Startbahnmorden am Frankfurter Flughafen erstmals ihre privaten
Tagebücher für die Öffentlichkeit. Die bewegenden Aufzeichnungen der damals
24jährigen Bereitschaftspolizistin über die Anfänge ihres professionellen
Schreibens und einen Einsatz, der für zwei ihrer Kollegen tödlich endete und sie
bis heute prägt, sind nicht nur persönliche Erinnerung, sondern auch
Zeitzeugnis.
„Ob es um einen Kothaufen nebst
Fingerabdruck geht oder um das missliche Verhältnis zwischen Polizei und
moderner Kunst, stets plaudert die schreibende Kommissarin aus dem Nähkästchen,
was ihren Geschichten bestens bekommt. Handfest und plastisch, bersten sie fast
vor Vitalität.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
seit
ich 1995 mein Debüt Baumgesicht veröffentlicht habe, erstaunt es mich
immer wieder, wie viele Fragen Sie nicht nur zu meiner Schriftstellerei,
sondern auch zu mir haben: Wie ich es schaffe, meine beiden Berufe
Kriminalbeamtin und Autorin unter einen Hut zu bekommen? Wie ich meine Ideen
finde, und wo die Quellen für meine Recherchen? Und schließlich, immer
drängender: Wann ich nun bitte endlich die nächste Blutspur durchs alte
Frankfurt zu legen gedenke?
Ich verspreche: Nach der
Lektüre dieses Buches sind Sie schlauer! Nichtsdestotrotz möchte ich Ihnen
mit der Offenbarung meiner Schreibgeheimnisse mehr geben als ein
Appetithäppchen auf meinen neuen historischen Frankfurtkrimi, auch wenn der
Bezug im Titel und das Coverfoto es nahelegen.
Als ich nach dem
Abschluss unseres Hausumbaus meine in Kisten verpackte Bibliothek vom
Dachboden holte, wollte ich so schnell wie möglich die unterbrochene Arbeit
an meinem dritten historischen Roman fortsetzen, die damals vor allem im
Recherchieren bestand. Im Sommer 2006 wurde ich jedoch überraschend selbst
zum Rechercheobjekt: Heidrun Gartenschläger, Lehrerin an der
Bertold-Brecht-Schule, einem Oberstufengymnasium in Darmstadt, fragte an, ob
ich für das Medienprojekt des Hessischen Rundfunks, „Mein Jahrzehnt –
Schüler führen selbst Regie“, als Interviewpartner zur Verfügung stehe. Die
Schüler einer Video-AG drehten einen Film über die 80er Jahre, und sie
wollten mich zu den Demonstrationen an der Startbahn West befragen. Es war
ein seltsames Gefühl, plötzlich von der Recherchierenden zur Zeitzeugin zu
werden! Als ich nach so vielen Jahren meine Tagebuchaufzeichnungen wiederlas,
war es eine Reise zu mir selbst: eine junge Bereitschaftspolizistin, die zu
verarbeiten sucht, dass zwei ihrer Kollegen erschossen wurden – und die
zugleich am Anfang ihrer Entwicklung zur Schriftstellerin steht. Wie sehr
die damaligen Ereignisse mein acht Jahre später erschienenes Debüt geprägt
haben, wurde mir erst jetzt bewusst.
Durch dieses Projekt kam
mir die Idee, meine Schreibwerkstatt weiter zu öffnen, als ich es bis dahin
getan hatte. Obwohl einige der folgenden Texte in meiner
Internet-Werkstatt* ihren Ursprung haben und sicher auch für Menschen,
die schreiben, interessant sein mögen, so widme ich dieses Buch (außer dem
besten aller Ehegatten!) vor allem Ihnen: den Leserinnen und Lesern meiner
Romane, Geschichten und Gedichte.
Es ist wunderbar, zu
erfahren, wie innig Sie sich mit meinen erfundenen Figuren verbunden fühlen,
wie sehr sie Teil Ihres Lebens geworden sind, welche Anregungen sie Ihnen
geben. Engagierte Buchhändler, Bibliothekare, Lehrer und nicht zuletzt die
vielen Leseratten, die Bücher lieben, verschlingen, weiterempfehlen, die
bereitwillig eintauchen in unsere erdachten Welten: Sie alle sind Garanten,
dass wir Autoren auch in Zukunft unseren kreativen und erfüllenden Beruf
ausüben können. Dafür ein herzliches Dankeschön.
Ich wünsche Ihnen viel
Vergnügen beim Lüften meiner Schreibgeheimnisse!
Ihre
Nikola Hahn
_________________________
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Umschlagillustration von
Die Sonne der Götter/Schreibgeheimnisse:
„Justitiabrunnen in Frankfurt
am Main“, nach einer Fotografie von
Joachim Reisig/jorare/
www.pixelio.de
, bearbeitet von Nikola Hahn
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Historischer Roman "Die Sonne der Götter"
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Leserexposé für
meinen 3. Historischen Roman
Die Sonne der Götter
Historischer Kriminalroman
- Exposé -
Im November 1918 kehrt der
verwundete Soldat und ehemalige Angehörige der preußischen Kriminalpolizei Paul
Heusohn in seine Heimatstadt Frankfurt zurück, aber die Welt, die er kannte,
gibt es nicht mehr: Deutschland ist Republik, ein Arbeiter- und Soldatenrat hat
den kaisertreuen Polizeipräsidenten aus dem Amt gejagt und die Macht übernommen.
Aufgrund seiner proletarischen Herkunft macht Paul schnell Karriere; er wird
seinem ehemaligen Chef vorgesetzt, was zu Konflikten führt. Als in einer
Gasfabrik die Leiche eines Jungen gefunden wird, zeigt sich, dass unter den
gegebenen Umständen eine professionelle kriminalistische Arbeit unmöglich ist.
Der Junge bleibt nicht der einzige Tote im Chaos der Nachkriegswirren: Hunger,
Inflation und Unruhen beherrschen den Alltag.
Jahre später werden in
Frankfurt im Abstand weniger Tage zwei Soldaten tot aus dem Hafenbecken des
Osthafens geborgen. Die Umstände deuten auf Mord – und einen Zusammenhang mit
dem Tod des Jungen im Gaswerk. In der Stadt geht die Angst vor einem
Serienmörder um, und recht bald wird ein Verdächtiger verhaftet. Während Bürger
und Presse den Erfolg der Polizei bejubeln, beschleichen die junge
Kriminalbeamtin Josephine Erkens, die erst kurz zuvor nach Frankfurt versetzt
wurde, Zweifel. Ihre Ermittlungen führen zu einer obskuren Organisation, deren
Mitglieder Insignien eines altpersischen Sonnengottes tragen – und dann erzählt
ihr der angebliche Täter eine schier unglaubliche Geschichte …
Der Roman Die Sonne der
Götter knüpft an Die Detektivin und Die Farbe von Kristall an
und ist so aufgebaut, dass er für Leser der ersten Bände einen hohen
Wiedererkennungswert hat, jedoch ohne Kenntnis der Vorgänger zu verstehen ist.
Nikola Hahn führt die in
ihren beiden ersten historischen Krimis thematisierte Geschichte der
Kriminalistik ebenso fort wie die der Kriminalliteratur. Die politische und
gesellschaftliche Situation nach dem 1. Weltkrieg und geschichtliche
Besonderheiten der Stadt Frankfurt werden – wie schon in Die Detektivin
und Die Farbe von Kristall – in das Romangeschehen eingebunden,
zum Beispiel das bunte Leben der jüdischen Gemeinde und die Geheimnisse der
alten Römerstadt Nida. Historische Persönlichkeiten, die in den 1920er Jahren in
Frankfurt lebten und wirkten, werden im Roman wieder lebendig, so der
Gerichtschemiker Professor Dr. Popp, der Maler Max Beckmann, Sigmund Freuds
berühmte „Anna O.“, Bertha Pappenheim, oder die Kriminalkommissarin Josephine
Erkens, die 1925 nach Frankfurt kam und eine maßgebliche Rolle für den Aufbau
einer weiblichen Kriminalpolizei in der Weimarer Republik spielte.
Wie schon in den
Vorgängerbänden runden historisches Bildmaterial, Biografien der im Roman
auftretenden historischen Personen und ein Abriss der Polizeiarbeit in der
Weimarer Republik das Buch ab.
* * *
Soweit mein Exposé … für Sie!
Das Original erzählt die ganze Geschichte samt Lösung, was sicher nicht in Ihrem
Sinne wäre. Aber da ich Ihre nächste Frage schon im Hinterkopf habe, möchte ich
ein Geheimnis doch noch verraten: Obwohl es nach diesem Exposé nicht den
Anschein hat, wird „Die Detektivin“ Victoria Biddling wieder eine wichtige Rolle
spielen.
Übrigens: Die Zitate, die ich
in meinen Schreibgeheimnissen den Abschnitten voranstelle, stammen aus
Die Sonne der Götter.
Und was
ich Ihnen sonst noch in "Schreibgeheimnisse" über meinen neuen Roman
verrate:
- Stelldichein mit
Wachtmeister Braun
- Wie ich den Titel "Die
Sonne der Götter" fand
- Wo und wie ich recherchiert
habe
- Die Begegnung mit Dr. Popps
Enkel
- Warum meine Geschichten in
Frankfurt spielen
- An welchem Ort in Frankfurt
mein neuer Roman seinen Anfang nimmt
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