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Kann man Schreiben lernen?

Erfahrungsbericht eines Autors mit der Fernschreibschule AAA in Hamburg




Manuela Tengler: Sie haben die AAA [Axel Anderson Akademie - Schule
des Schreibens; Fernkurs] absolviert. Welche Erfahrungen haben Sie mit
dieser Art des "Schreibenlernens" gemacht?

Michael Romahn: Sehr gute. Die großen Vorteile eines Fernstudiums sind
zweifellos die freie Zeiteinteilung und das Arbeiten in den eigenen
vier Wänden. Allerdings sollte man pro Tag eine halbe Stunde fest ein-
planen, um das Arbeitspensum bis zum Ende eines jeden Monats stress-
frei zu bewältigen.

Ein möglicher Nachteil: Konstruktive und vor allem ehrliche Kritik
hält sich bei dieser Art von Kursen oft in Grenzen und wird eher zu-
rückhaltend angewendet, da die Studienleiter ihren Schülern nicht den
Mut zum Durchhalten nehmen wollen.

Bei einer Studiengebühr von 2.064 Euro für zwei Jahre (24 Hefte) soll-
te man sich diesen Schritt ohnehin genau überlegen, denn es kommen
auch Phasen im Laufe des Studiums (speziell bei den heiß geliebten
Grammatik-Abschnitten), in denen man sich fragt, warum man sich das
alles überhaupt antut.

MT: Wie lief dieser Kurs ab, und inwieweit konnten Sie Fortschritte
feststellen?

MR: Die Studiendauer betrug zwei Jahre. Auf dem Postweg (E-Mail war
vor einigen Jahren noch nicht so verbreitet) bekam ich monatlich ein
Arbeitsheft zugesandt, in dem die Kunst des Schreibens anhand von Bei-
spielen aus der Weltliteratur erläutert wurde. Die Lösungen der vorge-
gebenen Aufgaben schickte ich an die Akademie und bekam daraufhin die
korrigierten Arbeiten und eine recht ausführliche Beurteilung von mei-
nem Studienleiter zurück. Die Aufgaben reichten von der Beschreibung
eines Bildes über die Entwicklung eines Charakters bis hin zu einer
vollständigen Kurzgeschichte.

Meine Fortschritte habe ich während des Studiums nur indirekt mitbe-
kommen. Es ist eher ein schleichender Prozess. Außerdem ist es immer
schwer, sich selbst zu beurteilen und seine Arbeit einzuschätzen, erst
recht, wenn man Monat für Monat mit immer neuen, umfangreicheren Auf-
gaben konfrontiert wird. Das Ergebnis dieses Studiums stellt sich erst
später heraus, wenn man versucht, das Gelernte in die Tat umzusetzen.

MT: Die Gretchenfrage: Kann man Schreiben lernen?

MR: Bis zu einem gewissen Punkt ja! Die Grundvoraussetzungen des
Schreibens wie die Entwicklung eines Plots, Stil und Ausdruck kann man
durchaus erlernen. Ebenso die Fähigkeit, seine Protagonisten lebendig
und glaubwürdig zu machen. Vielleicht sogar die Kunst, den Leser von
der ersten Zeile an zu fesseln. Doch niemand sollte erwarten, dass ei-
nem nach Beendigung eines Fernstudium oder Workshops die Geschichten
von den Verlagen aus der Hand gerissen werden. Neben einem außerge-
wöhnlichen Manuskript gehört eine Menge Geduld, Ausdauer und, wie in
meinem Falle, auch eine große Portion Glück dazu, bis man einen Verlag
für seine Arbeiten begeistern kann.

MT: Sie haben bereits vor dem Fernstudium geschrieben. Hat sich, abge-
sehen vom Schreibhandwerk, Ihre Einstellung zum Schreiben geändert?

MR: Mein erstes Manuskript wird wohl für ewige Zeiten in der Schublade
bleiben. Allerdings hat mich dieser eher unbeholfene Schreibversuch
keineswegs entmutigt. Er war genau genommen der Anstoß für alles, was
ich danach in Angriff genommen habe.

Meine Einstellung zu Schreiben hat sich im Wesentlichen nicht verän-
dert. Ich bin nur weitaus sensibler gegenüber meiner Umwelt geworden.
Ich achte viel bewusster auf kleine Dinge, denen ich früher kaum Be-
achtung geschenkt habe. Das kann die flüchtige Geste eines Menschen,
der unscheinbare Zweizeiler in der Zeitung oder auch ein Songtext
sein, der einem urplötzlich eine großartige Idee beschert. Wie zum
Beispiel der Titel "John Doe No.24" von der amerikanischen Songwrite-
rin Mary Chapin Carpenter. Als ich den Text über diesen verwahrlosten
Jungen ins Deutsche übersetzte, war praktisch die Idee zu meinem zwei-
ten Roman, "Rückkehr nach Campbell River", geboren.

MT: Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Lektorat?

MR: Da die Kommunikation zwischen Lektorat und Schüler ausschließlich
auf schriftlichem Weg erfolgte, blieb zwangsläufig der persönliche
Kontakt, wie er zum Beispiel in Workshops und Schreibwerkstätten ge-
pflegt wird, auf der Strecke. Manchmal lasen sich die Anmerkungen,
Kommentare und Verbesserungen wie schon tausend Mal niedergeschriebene
Sätze, und aus der Distanz einiger Monate betrachtet, diente das eine
oder andere Lob der Lektoren, wie oben schon erwähnt, wohl nur dazu,
die Schüler nicht zu entmutigen. Eine etwas persönlichere Art der
Betreuung wäre wünschenswert gewesen, aber das lässt sich bei einem
Fernstudium kaum realisieren.

MT: Wurden Sie ermutigt, z. B. Kurzgeschichten an einen Verlag oder
eine Zeitschrift zu schicken? Gab es eine Art von Kontaktbörse, die
ein Herantasten an Verlage leichter gemacht hat?

MR: Die AAA bringt zwar, soweit ich mich erinnere, monatlich ein eige-
nes Heftchen mit Adressen von Zeitschriftenverlagen, Tipps und Ge-
schichten anderer Teilnehmer heraus, aber eine Kontaktbörse gab es ei-
gentlich nicht. Erst im letzten Drittel des Studiums wurde näher auf
die Vermarktung eigener Texte eingegangen. Das reichte vom Erfolg ver-
sprechenden Anschreiben über das Exposé bis zu den Leseproben. Es
macht auch meines Erachtens wenig Sinn, während des Studiums wertvolle
Zeit mit der Versendung von Texten zu verschwenden. Denn wenn jemand
bereits genug Textmaterial besitzt, das sich für eine Veröffentlichung
eignet, wird ihn das Fernstudium nicht mehr wesentlich voranbringen.

MT: Sie haben den Fernkurs gemacht, Schreibbücher gelesen und noch
vieles mehr. Konnten Sie sich mit Lektoren und Branchenkennern austau-
schen? Wie waren die Reaktionen von Lektoren oder anderen Branchenken-
nern?

MR: Den ersten wirklich bemerkenswerten Kontakt hatte ich mit dem Lek-
tor, der sich fast liebevoll um das Manuskript "Am Ufer der Großen
Seen" kümmerte. Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Lektor war für
mich eine interessante und vor allem sehr lehrreiche Erfahrung. Die
Branchenkenner - oder diejenigen, die sich dafür halten - trifft man
wohl erst, wenn man es mit seinem Werk bis auf eine der Buchmessen ge-
schafft hat.

MT: Was haben Sie neben der AAA noch gemacht, um Ihre Schreibe weiter-
zuentwickeln?

MR: Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die einem weiterhelfen: lesen
und schreiben, so oft es geht. In der ersten Zeit habe ich alles ver-
schlungen, was mir an Lektüre in die Hände fiel: Ernest Hemingway,
William Faulkner, Robert James Waller, um nur einige zu nennen. (Ein
Tipp am Rande: "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Teil 1
und 2" von James N. Frey kann ich uneingeschränkt empfehlen! Für mich
die besten Sachbücher zu diesem Thema!)

Jetzt bleibt mir zum Lesen leider kaum noch Zeit, da ich in jeder
freien Minute recherchiere, schreibe oder nette Interviews führe. Ü-
berhaupt entwickelt sich die fehlende Zeit allmählich zu meinem Haupt-
problem, da für die Schriftstellerei neben der Familie und meiner Ar-
beit als technischer Redakteur viel zu wenig Raum übrig bleibt.

MT: Ist die Erwartungshaltung von Lesern und Verlag nach der Erstver-
öffentlichung gewachsen? Wie hat sich Ihre eigene Einstellung verän-
dert? Ist Ihr persönlicher Druck, ein gesetztes Ziel zu erreichen,
größer geworden? Hat der Druck auch positive Seiten?

MR: Meine persönliche Erwartungshaltung und die der Leser kann ich di-
rekt beeinflussen, indem ich ganz einfach eine tolle Story schreibe.
Ich bin mir sicher, wer "Am Ufer der Großen Seen" mochte, wird auch
"Rückkehr nach Campbell River" lieben, obwohl es zwei völlig verschie-
dene Geschichten sind.

Die Erwartungshaltung des Verlags ist klar. Auf ein Buch, das sich als
Ladenhüter entpuppt, wird kein zweites folgen. Die wirtschaftlichen
Aspekte kann man eben nicht ignorieren. Sein erstes Buch zu veröffent-
lichen ist in Deutschland und wohl auch anderswo enorm schwierig und
mit einer Reihe von glücklichen Umständen verbunden. Dass es obendrein
noch ein Verkaufsschlager wird, ist auf dem heiß umkämpften Buchmarkt
noch unwahrscheinlicher. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich den
Knaur-Verlag auch für mein zweites Werk begeistern konnte.

Was den persönlichen Druck angeht, kann ich nur sagen, dass ich sehr
gut damit leben kann. (Es fällt einem verständlicherweise leichter,
wenn man vor kurzem den Vertrag für das zweite Buch unterschrieben
hat.) Ein ernst zu nehmender Druck würde wohl erst entstehen, wenn der
Verlag auf die Fertigstellung eines neuen Romans drängen würde, aber
so weit ist es ja noch nicht.

MT: In Ihrem Debütroman "Am Ufer der Großen Seen" folgen wir Sarah,
die gerade noch rechtzeitig vor ihrer Hochzeit flüchtet. "Eine gefühl-
volle Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich erst finden, als
sie glauben, alles verloren zu haben." [Klappentext des Buches] Auch
in Ihrem zweiten, noch unveröffentlichten Buch, "Rückkehr nach Camp-
bell River", führen Sie uns wieder in einen Dschungel der Gefühle.
Keine Angst, als der deutsche Nicholas Sparks vermarktet zu werden?

MR: Nein, keineswegs. Nicholas Sparks ist ein hervorragender Autor.
Jedes seiner Bücher ist ein Bestseller, und soweit mir bekannt ist,
wird gerade nach "Weit wie das Meer" ein weiterer Roman von ihm ver-
filmt. Warum also sollte ich Angst haben, mit ihm verglichen zu wer-
den? Als ich im Katalog des Weltbild-Verlags diesen Vergleich mit Ni-
cholas Sparks las, habe ich mich sehr darüber gefreut. Es bestärkt
mich in dem Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Wer allerdings
glaubt, dass sich unsere Romane sehr ähnlich sind, täuscht sich. Mag
sein, dass wir dieselben menschlichen Gefühle und Empfindungen anspre-
chen, aber das war's dann auch schon.

MT: Ich persönlich mochte Ihr Buch sehr und hoffe, bald das zweite le-
sen zu können. Ihre Charaktere sind liebevoll und genau ausgearbeitet,
man lässt sich gern und schnell in ihre Geschichte hineinziehen. Was
lieben Sie an Ihren Figuren? Und - was erleben Sie mit Ihren Figuren,
während Sie schreiben?

MR: Zunächst einmal vielen Dank für das Kompliment. Was liebe ich an
meinen Figuren? Die Antwort kann nur lauten: Alles! Schließlich sind
sie ein Produkt meiner Fantasie. Aber mit dieser lapidaren Antwort
werden Sie sich wohl nicht zufrieden geben. Ich will versuchen, es nä-
her zu erklären.

Die Protagonisten sind neben einer interessanten Idee das wichtigste
Element einer Geschichte. Was wäre die "Ufer"-Geschichte ohne Sarah
und Lenny? Das ganze Buch lebt von ihren Gefühlsschwankungen, ihrem
stetigen Wechsel zwischen grenzenloser Euphorie und tiefer Verzweif-
lung. Über die beiden findet der Leser den Zugang zu dem, was ich ihm
erzählen möchte. Der Leser identifiziert sich mit ihnen, entwickelt
Sympathien für die eine und Abneigung für eine andere Figur. Und genau
so soll es sein.

Aber zurück zu Ihrer eigentlichen Frage. Während der Zeit, die ich an
einem Roman arbeite, denke ich zum Leidwesen meiner Frau eigentlich
ständig an meine Figuren. So banal es auch klingen mag, aber ich lebe
und leide mit ihnen, stelle mir vor, wie ich reagieren würde, und ver-
suche, mich in die Gefühlswelt meiner Figuren hineinzuversetzen. Eine
Bekannte gestand mir einmal, dass sie sehr überrascht gewesen sei,
dass Sarah der Fantasie eines Mannes entsprungen ist. Ein schöneres
Kompliment hätte sie mir nicht machen können.

MT: Was mögen Sie am liebsten am Schreiben? Das Recherchieren, Cha-
rakterisieren, Plotten ...

MR: Die Frage kann ich nicht exakt beantworten. Jede Stufe auf dem Weg
zu einem fertigen Roman hat ihre eigenen Reize. Das Einzige, was ich
nicht besonders mag, ist das Überarbeiten, wenn ich die Rohfassung von
den netten Menschen zurückbekomme, die ihre kostbare Zeit für mich op-
fern. Am Ende stapeln sich bis zu drei Manuskripte mit einer Vielzahl
von Korrekturen und unterschiedlichen Beurteilungen auf meinem
Schreibtisch. Daraus die endgültige Fassung zu erarbeiten, die allen
gerecht wird, ist sehr zeitraubend und manchmal auch nervig.

MT: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Schon Ideen für neue Bücher?
Bleiben Sie dem Genre treu, oder könnten Sie sich vorstellen, auch mal
einen Thriller oder Actionroman zu schreiben?

MR: Nun, es wäre vermessen, zu glauben, in naher Zukunft von der
Schriftstellerei leben zu können. Aber ein Traum bleibt es natürlich.
Neue Projekte gibt es reichlich, wobei wir wieder beim Zeitfaktor an-
gelangt wären.

Der dritte Roman steht bereits kurz vor der oben erwähnten Überarbei-
tung. Die Geschichte spielt in New Orleans und handelt von einem mit-
tellosen Koch, der seinem Traum vom eigenen Lokal nachjagt, und der
hübschen Mexikanerin Maria, die illegal als Haushälterin arbeitet. Wie
in den ersten beiden Büchern dreht sich auch hier alles um scheinbar
unerreichbare Träume und die Suche nach dem Sinn des Lebens. Dieses
Buch besitzt wesentlich mehr "kriminalistische" Züge als seine Vorgän-
ger, obwohl ich unterm Strich gesehen meinem Stil treu geblieben bin.

Ganz nebenbei hoffe ich, in naher Zukunft einen Verlag für meine Kurz-
geschichtensammlung "Stationen" gewinnen zu können, was auch für "Das
gläserne Dorf" gilt, einem Roman, der eigentlich aus einer Laune her-
aus entstanden ist und sich nicht so recht in ein Schublade pressen
lässt. Es handelt sich um eine Art Kriminalroman, der in einem Dorf in
der Cinque Terre an der ligurischen Küste spielt.*) 

Ein ganz anderes reizvolles Projekt wäre ein Sammlung von Weihnachts-
und Märchengeschichten für Kinder. Einige Entwürfe liegen bereits in
meiner Schublade. Sie erkennen bereits an dieser Aufzählung, dass mir
mehr Ideen im Kopf herum spuken, als ich zeitlich realisieren kann.

MT: Was auffällt: Sie scheinen, wie viele Autoren in letzter Zeit,
gern die Vereinigten Staaten als Location zu wählen. Ist dies eine
Verneigung vor dem Leser, der lieber an Orten weilt, die ihm fremdar-
tig und damit interessanter erscheinen? Mag ein Roman, der in den USA
oder Australien spielt, den Leser mehr reizen als z. B. in Hamburg o-
der Frankfurt?

MR: Ein Stoff wie "Am Ufer der Großen Seen" wäre in einem eng besie-
delten Land wie Deutschland nur sehr schwer umzusetzen. Bei "Rückkehr
nach Campbell River" verhält es sich ähnlich. Gerade in diesen beiden
Romanen spielt die Landschaft eine entscheidende Rolle, da ich sie
nicht nur als schmückendes Beiwerk verstehe, sondern versuche, durch
sie Stimmungen zu erzeugen, in denen sich meine Figuren bewegen.

Am Beginn einer Story denke ich weniger darüber nach, welche Location
der Leser gern hätte, sondern suche mir gezielt Orte aus, die am bes-
ten zu meiner Geschichte passen. Natürlich hängt die Wahl meiner
Schauplätze auch damit zusammen, dass ich es liebe, mit dem Wohnmobil
durch die Staaten zu reisen.

MT: Zu guter Letzt die klassische Frage: Welche Tipps können Sie unse-
ren Lesern mitgeben? Und würden Sie Schreibforen und Groups, wie es
sie im Internet gibt, empfehlen, um die eigene Schreibe zu verbessern?

MR: Dies ist eine der Fragen, die ich nur ungern beantworte. Ich per-
sönlich habe mich für das Fernstudium entschlossen und habe es nicht
bereut. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die von Ihnen
genannten Schreibforen und Work-Groups haben durchaus ihre Berechti-
gung, aber mir fehlt einfach die Zeit, mich intensiver um diese Kon-
takte zu kümmern. Einige dieser Foren sind meiner Ansicht nach aller-
dings mit Vorsicht zu behandeln. Sie versuchen mit aller Gewalt eine
sprachlich sehr komplizierte und in sich verschachtelte Prosa zu ent-
wickeln, ohne dabei zu beachten, dass sie sich damit immer weiter vom
Leser entfernen. Und im Endeffekt sind es doch die Leser, die wir Au-
toren erreichen wollen.

Aus meiner Erfahrung kann ich nur raten, sich an Literaturwettbewerben
zu beteiligen. Der große Vorteil liegt einfach darin, dass die einge-
henden Manuskripte auf jeden Fall angelesen werden, was man bei unver-
langt eingesendeten Arbeiten an die Verlage nicht immer behaupten
kann. Für mich ist der Große Romanpreis vom Club Bertelsmann sicher-
lich ein Glücksfall gewesen. Es ist natürlich ein Traum, wenn das ei-
gene Buch unter mehr als 800 Einsendungen als bestes Erstlingswerk
ausgezeichnet wird.

MT: Herzlichen Dank für das Interview. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg
mit dem zweiten Buch.

© Manuela Tengler, Michael Romahn

 

*) Eine Leseprobe dieses Romans finden Sie unter: www.Romansuche.de . Michael Romahn arbeitet im Hauptberuf als technischer Redakteur. Sein erster Roman ("Am Ufer der Großen Seen") erschien 2002 bei Knaur. Website:  www.michael-romahn.de 

 

Manuela Tengler steckt gerade in der Überarbeitung ihres ersten Romans, und weil's so viel Spaß macht, recherchiert sie für weitere Interviews für den Tempest. Ansonsten versucht sie derzeit wenigstens "nur" zwei, drei Genres die Treue zu halten, doch neue Ideen verfolgen sie gnadenlos. Sie wird von einer Literaturagentur betreut und arbeitet an ihrem ersten Frauenroman.

 

Die Axel-Andersson-Akademie finden Sie im Internet unter www.schule-des-schreibens.de 

 

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