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Vernissagen und Ausstellungen im Künstler-Café Mocca1. Vernissage Dezember 2006 (Künstlerinnengemeinschaft Atelier Vierseitig, Frankfurt am Main, www.vierseitig.com )Pia Grambart–Delalic (Lustige Figuren; zwei Figuren als Dauerleihgabe im Café bis September 2007) Cleo S. ("Verrückte Möbel", Phantasiemobiliar; das Café hat den "verrückten" Garderobenständer erworben) Fay Grambart (Computeranimation, Malerei) Birgit Kröber (Schmuckdesign)
2. Vernissage März 2007 - Grün-rosa-Ketten, Ikebana in Keramik und Wörter, die Bilder wurdenBarbara Nickel, Dietzenbach (Schmuck) - www.dawanda.com/shop/baneor87 Erika Mertens, Dietzenbach (Schmuck) Chiang-Ling Chang Ripper, Rödermark (Keramikobjekte/Ikebana) Pia Winkenstern, Offenbach (Malerei; Öl, Aquarell, Zeichnungen)
3. Vernissage April 2007 - Visuelle EnergieErika Reetz, Dietzenbach (Malerei; Mischtechniken)
4. Vernissage Juni 2007 - Landschaften und BlumenMarianne Ries, Dietzenbach (Malerei; Aquarell, Mischtechnik)
5. Vernissage August 2007 - Mit Architektenfolie und KugelschreiberBarbara Mingels, Rödermark (Malerei; Aquarell, Mischtechnik)
6. Vernissage Oktober 2007 - Stier mit Brille/Konflikt und HarmonieSilvia Zimmermann, Dietzenbach (Malerei; Aquarell, Spachteltechnik, Acryl, Rigiddruck in Acrylglas)
7. Vernissage Januar 2008 - GesichterThomas Strittmatter, Dietzenbach (Porträtzeichnungen)
8. Vernissage April 2008 - Magischer IdealismusGudula Steiner-Junker, Wiesbaden (Zeit- und Raum-variable Wanderzyklus-Ausstellung zum Thema Freude)
9. Vernissage Juni 2008 - Schriftspuren Maritta Staacks, Dietzenbach (Kalligraphie) www.schriftspuren.de
10. Vernissage August 2008 - Blumenmädchen und Dickmadames: Farben und FormenJelena Hild, Dietzenbach (Gemälde) www.jelena-art.de Gisela Scheerer, Dietzenbach (Keramiken)
11. Vernissage September 2008 - Saurier, Schweinchen und GoldPia Grambart–Delalic (Humorvolle Figuren in Beton) www.bananablue.de Cleo S. (Collagen) www.cleo-s.de Fay Grambart (Computeranimation, Malerei) www.faymation.de Birgit Kröber (Schmuckdesign) www.e5schmuckdesign.de
12. Vernissage November 2008 - MenschenDagmar Bojahra, Offenbach (Malerei)
13. Vernissage Dezember 2008 - "Ruhe inspiriert mich nicht"Ausstellung zum 100. Geburtstag des Malers Hans Dost (1909 -1999)
14. Vernissage Februar 2009 - Farben fühlenThomas Stolle, Dietzenbach (Malerei)
15. Vernissage März 2009 - Australische Impressionen Hans-Joachim Bastian (Malerei) Anita Petersen (Skulpturen)
16. Vernissage Mai 2009 - Impulse Marcus Bechinie (Malerei)
17. Vernissage Juni 2009 - Sehens-Werte Momente Charlotte Lorenz (Malerei) www.charlotte-lorenz.com
18. Vernissage August 2009 - "Alles Banane? - Bilder ohne Geschichten" Andreas Emmrichs (Malerei/Pop-Art)
19. Vernissage Oktober 2009 - "Menschen ohne Gesichter" Ute Bartsch (Malerei)
20. Vernissage November 2009 - "Skyline und Menschen" Karin Luft (Malerei)
21. Vernissage Januar 2010 - "Farbe und Relief" Irene Rekus (Malerei)
22. Vernissage Februar 2010 - In Memoriam V. Gourski Valéri Gourski (gestorben 2006, Malerei)
23. Vernissage April 2010 - Die Fantasie ist ein ewiger Frühling Ursula Spahn (Malerei)
24. Vernissage Mai 2010 - Abstrakte Inventionen Renate Keller (Malerei)
Grün-rosa Ketten, Ikebana in Keramik und Wörter, die Bilder wurden :Eine etwas andere Vernissage im Café Mocca (März 2007)
Das Café war so gut gefüllt, dass einige keinen Sitzplatz mehr fanden. Mitinhaberin Melanie gefiel's. „Regionalen Künstlern ein Forum zu bieten, gehört zu unserem Konzept. Ich freue mich, dass Sie so zahlreich gekommen sind“, begrüßte sie die Gäste, bevor sie das Wort an Nikola Hahn übergab.
Café-Mitinhaberin Melanie begrüßt auch die kleinen Gäste
„Ein Café ist ein Ort der Begegnung, des Gesprächs. Ein passender Ort also, Kunst in den Alltag der Menschen zu bringen“, nahm die Autorin den Faden auf. Auch wenn das Motto der Vernissage laute: „Wenn Wörter Bilder werden“, gehe es nicht nur um Malerei. „Im Schmuck, der Erstgeborenen der Künste, finden wir den Keim aller anderen“ zitierte sie den spanischen Philosophen José Ortega y Gasset.
Collier von Barbara Nickel
Kunstvolle Ringe, Ketten und Ohrhänger fertigen Erika Mertens aus Dietzenbach und ihre Tochter Barbara Nickel. In der Ausstellungsvitrine des Cafés zeigen sie eine Auswahl ihrer Arbeiten. „Barbara ist Widerspruch, Erika Harmonie, haben die beiden mir im Vorgespräch verraten“, sagte Nikola Hahn lächelnd. Während Barbara Nickel bewusst konträre Farben, etwa Giftgrün oder Orange mit Rosa kombiniere, setze Erika Mertens eher auf harmonische Farbklänge.
Nikola Hahn im Gespräch mit Erika Mertens und Barbara Nickel
Harmonisch wirkt auch das Ikebana-Gesteck, dessen rosa Zierkirschenblüten einen Hauch Frühling auf den Tresen des Cafés zaubern. Nicht nur die sorgsam arrangierten Blumen, sondern auch das Gefäß stammt von Chia-Ling Chang-Ripper aus Rödermark.
Nikola Hahn und Chia-Ling Chang-Ripper
In einem Bergdorf in Taiwan aufgewachsen, kam die Deutsch-Studentin 1991 nach Deutschland – und blieb. Die Kunst des Blumensteckens hat sie bei einer chinesischen Meisterin gelernt, und irgendwann entstand die Idee, die Gefäße für ihre Arrangements selbst zu fertigen. Im Laufe der Zeit erweiterte sie ihre Produktpalette um kleinere Gebrauchskeramik für die asiatische Tafel, zum Beispiel Saucen-Schälchen oder Stäbchen-Halter in Fisch-Form. Von der uralten chinesischen Keramiktradition führte Nikola Hahn die Zuhörer nach Alsfeld, der Geburtsstadt von Pia Winkenstern. Solange Pia denken könne, habe sie leidenschaftlich gern gemalt – und trotz dieser Leidenschaft einen ganz und gar unkünstlerischen Beruf gewählt: 1992 fing die Kriminaloberkommissarin bei der Hessischen Polizei an, war Streifenpolizistin auf verschiedenen Revieren im Kreis Offenbach und wechselte dann zur Kriminalpolizei. „Wir lernten uns bei der Bearbeitung eines Doppelmordes kennen, und da wir beide künstlerisch interessiert waren, hatten wir auch über den Dienst hinaus genügend Gesprächsstoff“, erinnerte sich Nikola Hahn an ihre erste Begegnung.
Pia Winkenstern
Während Polizei und Sport zusammengehörten, sei für viele die Kombination Polizei und Kunst irritierend, obwohl es immer mehr Polizeibeamte gebe, die sich als Musiker, Schriftsteller oder Maler betätigten. Für Pia Winkenstern sei die Malerei aber keinesfalls nur ein Hobby. Seit mehreren Jahren nimmt sie Unterricht in Akt- und Porträtzeichnen, und sie besucht die Städel-Abendschule. Günther Kürbis, Städel-Absolvent, war ihr erster Förderer, mit dem sie noch immer größere Projekte bespricht. Für die Ausstellung im Café Mocca hat Pia Winkenstern den Schwerpunkt auf ihre Werkgruppe „Sprich-Worte“ gelegt, eben „Wörter, die Bilder werden“.
Pia Winkenstern: Aus der Werkgruppe "Sprich-Worte", Es wächst Gras darüber
Pia Winkenstern: Aus der Werkgruppe "Sprich-Worte"
Pia Winkenstern vor ihrem Bild "Verfahren" zurück zum Seitenanfang - zum Lesecafé zurück zur Cafe-Mocca-Hauptseite
Visuelle Energie - Vernissage mit Erika Reetz (April 2007)
Erika Reetz: Mond
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Landschaften und Blumen - Vernissage mit Marianne Ries (Juni 2007)
Die Café-Inhaberinnen Melanie und Nicki bereiten die Ausstellung vor
Marianne Ries: Boote (links), Griechische Kirche (rechts, Ankauf durch Café Mocca)
Marianne Ries: Sonnenuntergang
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Mit Architektenfolie und Kugelschreiber - Vernissage mit Barbara Mingels (August 2007)
Spachtelmasse,
Kugelschreiber, Architektenfolie - Begriffe, die man eher mit "Baumarkt" statt
mit "Vernissage" verbindet.
Die
Rödermärker Künstlerin Barbara
Mingels arbeitet mit
ungewöhnlichen Materialien, verbindet Aquarellfarben in eindrucksvoller
Mischtechnik zu Bildern mit einer besonderen Ausdruckskraft.
Barbara Mingels vor ihren Bildern "Harlekine" und "Pablo" (verkauft)
Barbara Mingels: Pablo (verkauft)
Barbara Mingels: Eisvogel (links), Spanisches Dorf (rechts)
Barbara Mingels: Im Süden (verkauft)
Barbara Mingels: Harlekine
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Stier mit Brille: Konflikt und Harmonie - Vernissage mit Silvia Zimmermann (Oktober 2007)
Fröhliche Kühe und bunte Libellen, Abstraktes auf Leinwand und Akte auf Glas:„Wie viele Künstler stellen aus?“, fragte eine Besucherin interessiert. Sie blieb nicht die einzige, die die breite Palette an Themen und Techniken bestaunte, die Silvia Zimmermann zu bieten hat. Die in Dietzenbach lebende Künstlerin malt seit fünfzehn Jahren. „Die Farbe muss aufs Papier!“, beschreibt sie ihre Leidenschaft. Aber sie weiß auch ungewöhnliche Materialien künstlerisch zu nutzen. Schon während ihres Studiums beschäftigte sie sich mit technischer und experimenteller Gestaltung. Statt ihre Akt-Aquarelle gerahmt hinter Glas zu präsentieren, fertigt Silvia Zimmermann sogenannte Rigiddrucke an: hochwertige Reproduktionen, die mittels einer speziellen Technik in Acrylglas gedruckt werden. Das bewusste Spiel mit Farben und die Verfremdung gegenständlicher Motive nutzt die studierte Designerin auch in ihrer Acrylmalerei.
„Ich möchte dem Betrachter Freiräume für eigene Stimmungen und Gefühle geben“, beschreibt sie ihre Intention. Libellen und Kühe sind ihre bevorzugten Motive. Während die Serie „Libellen“ durch harmonisch abgestimmte Farbverläufe und Spachteltechnik beinahe filigran wirkt, bestechen Silvia Zimmermanns „Kuh-Motive“ durch kräftigen Pinselstrich, kontrastreiche Farbgebung und ironische Verfremdung. So trägt Stier „Jo aus Tirol“ eine Motorradbrille, während „Kuh Rosa“, ebenfalls aus Tirol, mit entsprechend kolorierter „Haartolle“ daherkommt. Witz und Ironie, Aggression und Ruhe, Kraft und Zartheit: Silvia Zimmermanns Gemälde sind Konflikt und Harmonie. Ihre Arbeiten laden zum Schmunzeln, aber auch zum Nach-Denken ein.
Silvia Zimmermann im Gespräch mit Melanie und Thomas vom Café-Mocca-Team
Libellen in Grün und Rot; aus der Serie: "Libellen von der Insel"
Stier Paul aus Tirol (links) , Kuh Rosa aus Tirol (rechts)
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Gesichter - Vernissage mit Thomas Strittmatter (Januar 2008)
Thomas Strittmatter schaut gern, und zwar am liebsten anderen ins Gesicht. Das kann, wie es ihm neulich in der Straßenbahn geschah, damit enden, dass sein Gegenüber, im konkreten Falle eine junge Frau, ihm frech die Zunge herausstreckt. "Mich faszinieren Gesichter, sie spiegeln die Persönlichkeit, sie zeigen die Spuren des Lebens, all das, was einen Menschen ausmacht", begründet der Künstler sein Faible für Porträts. Obwohl: "Künstler" - das Wort hört er nicht gern, sieht er sich doch eher als "Beobachter, der mit hohem Anspruch an sich selbst und immer im Zweifel über das Ergebnis, Menschengesichter porträtieren möchte, Bilder schaffen, die mehr sind als eine bloße Fotografie. "Kleinste Abweichungen in der Proportion, und ein Gesicht sieht sofort anders aus", sagt er, und: "Ich mag es, meine Arbeitspausen kreativ zu nutzen." So stehen in seinem Dietzenbacher Büro immer einige unvollendete Zeichnungen bereit, denen der Kommunikationsdesigner sich widmet, wenn der Brotberuf getan ist - oder auch zwischendurch, zur Entspannung, bei ruhiger Klaviermusik. Thomas Strittmatter ist dabei nicht auf eine bestimmte Technik festgelegt, er arbeitet mit unterschiedlichen Materialien; neben dreidimensionalen und akribisch gefertigten Bleistiftzeichnungen zeichnet er auch mit Kohle und malt in Acryl. "Eine Zeichnung ist individuell - sie ist eine Interpretation, kein Beweis wie ein Foto", erklärt er seine Arbeitsweise. Eine bloße Fotografie als Vorlage genügt ihm daher nicht; er möchte den Menschen sehen, den er porträtiert, seine Mimik studieren. Erste Skizzen lassen eine Ahnung aufkommen, wie das fertige Bild aussehen könnte; sie dienen zusammen mit Fotos, die der Künstler am liebsten selbst macht, als Erinnerungsstütze beim Zeichnen.
Thomas Strittmatter und Café-Inhaberin Melanie bei der Vernissage
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Magischer Idealismus - Vernissage mit Gudula Steiner-Junker (April 2008)
Gudula Steiner-Junker wurde bekannt durch die von ihr entwickelte Variante des „Lachyoga“, das Humor, Lachen, Spielfreude und Achtsamkeit zur Lebenskunst vereint. Als Buchautorin hat sie ihr Wissen unter dem Titel „LACHYOGA“ im Südwest-Verlag veröffentlicht. Bisher weniger bekannt sind ihre Bilder unter dem Motto „Magischer Idealismus“, eine Zeit- und Raum-variable Wanderzyklus-Ausstellung zum Thema Freude, die sie als 4. Wanderstation im Künstlercafé Mocca präsentiert.
Gudula Steiner-Junker bewegt sich mit ihrer Malerei auf professionellem Boden: Sie hat Bildende Kunst studiert, viele Jahre lang ihre Bilder als „Instant-Malerei“ auf dem Pflaster von Fußgängerzonen entstehen lassen, denn - so sagt sie: Mit meiner Kunst möchte ich mitten im „Leben“ Impulse für das LEBEN setzen:
„"Meine
Bilder stelle ich gern in Räumen aus, die mitten im Leben sinnlichen Genuss
anbieten wie z.B. leckeren Kaffee und Kuchen.
Ein ganz besonderer magischer Moment eröffnete sich den Besuchern, als die zufällig anwesende Gruppe "I´m your baby" den Song "Boys dont´t cry" anstimmten und dem offiziellen Teil der Vernissage einen ungeplanten, aber würdigen Abschluss verliehen. Die drei jungen Frauen proben seit geraumer Zeit in der Dietzenbacher Tanzschule Sim Aktel und haben am 27. April ihren ersten Auftritt in Oberursel. Im Café Mocca gab´s sozusagen die "Generalprobe" - ganz im Einklang mit dem Motto der Vernissage und zur Freude der Künstlerin, die sich Lachen und Freude auf die Fahnen geschrieben hat.
Im Gespräch mit Gudula Steiner-Junker (links)
Außerplanmäßiges "Ständchen" der Gruppe "I`m your baby"
Drei Bilder aus der Wanderausstellung "Magischer Idealismus"
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Schriftspuren - Vernissage mit Maritta Staacks (Juni 2008) - www.schriftspuren.deUnter dem Motto „Schriftspuren“ stellt die in Dietzenbach geborene Künstlerin kalligraphische Arbeiten im Café aus. Maritta Staacks ist Mitglied in der Schreibwerkstatt Klingspor Offenbach und gehört dem Förderkreis internationaler Kalligraphie e.V. an. Die Kalligraphie (griechisch: kallós = schön, graphein = schreiben) ist ein Kulturgut mit jahrhundertealter Tradition. Die Auseinandersetzung mit der Vielfalt früherer historischen Schriften öffnet den Blick für die Schönheit eines rhythmischen Schriftbildes. Trotz der Drucktechniken des 19. und 20. Jahrhunderts und mit der Erfindung des Computers hat die Kunst der Kalligraphie ihre Bedeutung nicht verloren. Sie ermöglicht es, mit Buchstaben zu spielen, eine bestimmte Stimmung, fröhlich oder traurig, phantasievoll einzusetzen, sich von Texten leiten zu lassen und in ein faszinierendes „Schriftbild“ zu verwandeln. Und gerade dieses handgeschriebene Werk, mit dem besonderen Reiz des nicht Vollkommenen, wird vielleicht das maschinelle Schreiben überdauern und somit „Schriftspuren“ hinterlassen.
Eröffnung der Vernissage ... und eine Auswahl der ausgestellten Bilder:
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"Blumenmädchen und Dickmadames – Farben und Formen" Vernissage mit Jelena Hild und Gisela Scheerer (August 2008)
Ihre Bilder entstehen ohne Vorzeichnung, entwickeln sich, indem sie Gesehenes, Gehörtes, Gelesenes mit subjektiven Stimmungen und Gefühlen verbindet und in Form und Farbe übersetzt: Die in Kroatien geborene und seit vielen Jahren in Dietzenbach lebende Künstlerin Jelena Hild hat ihr persönliches Empfinden für Farben, Formen und Rhythmus zum Inhalt ihrer Malerei gemacht. Dinge der Außenwelt dienen ihr lediglich als Requisiten, als Anregung für die Innenwelten, die sie in ihren farbenfrohen Bildern für den Betrachter sichtbar macht, so etwa das Bild „Blumenverkäuferin“, zu dem sie eine Begegnung in Madeira inspirierte. Jelena Hild malt jedoch nicht nur, sondern gibt ihr Wissen auch an Interessierte weiter. Sie arbeitet als Dozentin an der Volkshochschule Dietzenbach und bei der Arbeiterwohlfahrt in Obertshausen. Und sie hat ein Herz für finanzschwache Kunstliebhaber: Wem das Geld für einen Kauf eines ihrer Bilder fehlt, kann es auch für ein geringes Entgelt mieten. ( www.jelena-art.de )
„Dickmadames“ nennt Gisela Scheerer mit einem Augenzwinkern die üppigen Frauenakte, die trotz ihrer Fülle Leichtigkeit, aber vor allem Lebensfreude ausstrahlen. „Nicht der ideale Körper, sondern das Unvollkommene interessiert mich“, erklärt die Dietzenbacher Keramikkünstlerin. „Modelkörper sieht man ja jeden Tag, sie sind alle gleich, bieten keine Anregung.“ Wie Jelena Hild möchte auch Gisela Scheerer Stimmungen und Gefühle einfangen: die Form ist auch für sie bestimmendes Element ihrer Kunst. Ihre Liebe zur Kunst im Allgemeinen hat die Dietzenbacherin in Paris entdeckt, wo sie vier Jahre lang lebte, regelmäßig Museen und Ausstellungen besuchte. Noch heute ist sie beeindruckt von der Selbstverständlichkeit, mit der die Pariser die Kunst in ihren Alltag fügten. Ihre ganz persönliche Leidenschaft für Keramikarbeiten hat sie indes nicht der Stadt an der Seine, sondern einem Türgriff in Dietzenbach zu verdanken: Er gehörte ihrem Nachbarn und ging just in dem Moment zu Bruch, als sie die dazugehörige Tür öffnen wollte. „Schenke ihm doch einen neuen!“, schlug ihr Mann vor und lieferte gleich den passenden „Werkstoff“, von dem Gisela Scheerer seitdem nicht mehr lassen kann.
Dass die Künstlerinnen ihre Arbeiten gemeinsam präsentieren, ist kein Zufall: um ein Gefühl für die Proportionen des menschlichen Körpers zu bekommen, belegte die Autodidaktin Gisela Scheerer vor Jahren einen Kurs für Aktzeichnen bei Jelena Hild. Aus der Arbeitsbeziehung entwickelte sich nicht nur eine Künstler-Freundschaft, sondern auch die Idee, Bilder und Objekte gemeinsam auszustellen. „Dass die Mischung stimmt“, zeigte sich schon am Tag der Vernissage. Als das Café Mocca abends schloss, waren die ersten Objekte bereits verkauft.
Die Künstlerinnen im Gespräch (von links: Melanie (Café Mocca), Gisela Scheerer, Jelena Hild )
Jelena Hild: "Party" - Acryl auf Leinwand
Jelena Hild: "Blumenverkäuferin" (links) , "Netz" (rechts), Acryl auf Leinwand
Gisela Scheerer (links), Jelena Hild (rechts)
Gisela Scheerer: "Dickmadame, Anmut" (links), "Tango 1" (rechts, verkauft)
Gisela Scheerer: "Torso midi" und "Kugel"
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"Saurier, Schweinchen und Gold" Vernissage mit der Künstlerinnengemeinschaft des Atelier Vierseitig, Frankfurtwww.vierseitig.com (September 2008)
Eigentlich feiert man "runde Ereignisse", aber im Café Mocca war die 11. Vernissage am 15. September etwas ganz Besonderes: Die vier Künstlerinnen der Frankfurter Ateliergemeinschaft sind mit dem Künstler-Café im wahrsten Sinne des Wortes in besonderer Weise verbunden, schließlich stammt das von den Gästen vielfach bewunderte, riesige Mosaik an der Frontseite des Tresens von Pia Grambart-Delalic, ebenso wie die liebevoll-humorigen, mannshohen Figuren, die so Manchem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Auch der Kleiderständer im Café hat seinen Ursprung im Atelier Vierseitig; gefertigt hat ihn Cleo S, die aus Alltagsmöbeln phantasievolle Unikate herstellt, "ver-rückte" Möbel, die trotzdem funktional sind. Und so begrüßte die Besucher der Vernissage in der einen Ecke ein grüner, freundlich-zähnebleckender T-Rex, während in der anderen Ecke in mehreren Vitrinen wertvoller in Handarbeit hergestellter Goldschmuck zu bewundern war. An den Wänden präsentierte sich allerlei künstlerisch gestaltetes Getier auf Leinwand und in Beton. So verwunderte es nicht, dass bereits zur Eröffnung der Ausstellung zahlreiche Werke den Besitzer wechselten.
Cleo S. wurde 1940 in Breslau geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Kunstschule in Bielefeld (Schwerpunkt Modedesign) kam es zu ersten künstlerischen Arbeiten in Kanada. Mitte der 70er eröffnete sie in Frankfurt einen Kunstladen mit eigenen Arbeiten und Textilcollagen. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Frankreich ging sie zu zwei- und dreidimensionalen Arbeiten mit verschiedenen Werkstoffen über. Sie hatte bereits Ausstellungen u.a. in Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe, Düsseldorf und Genf. (www.cleo-s.de)
Pia Grambart-Delalic wurde 1960 in Ottawa in Kanada geboren. Sie begann 1981 mit dem Studium von Malerei und Zeichnen am Ontario College of Art in Toronto, um von 1985-1989 in Frankfurt Grafik Design mit Schwerpunkt Illustrationen zu studieren. Seit 1990 ist sie freiberuflich als Art Director, Grafikerin und Illustratorin in Toronto und Frankfurt tätig (www.bananablue.de)
Birgit Kröber, Jahrgang 1967, geboren in Nordhorn, begann 1987 eine Ausbildung zur Goldschmiedin und ist in diesem Beruf seit 1991 tätig. 1999 – 2001 erfolgten Weiterbildungen zur Goldschmiedemeisterin und Schmuckgestalterin an der Staatlichen Zeichenakademie in Hanau (www.e5schmuckdesign.de)
Fay Grambart, 1962 in Ottawa/Kanada geboren, studierte an der FH Darmstadt Grafik und ist als Buchillustratorin und Art Director in der klassischen Werbeindustrie in Frankfurt und Toronto tätig. Sie ist Preisträgerin des Golden Marble Award, des Broadcast Design Award und des Applied Arts Award (www.faymation.de)
Melanie (Café Mocca, rechts) im Gespräch mit Pia Grambart-Delalic (links) und Birgit Kröber (Mitte)
Künstlerinnengemeinschaft "Vierseitig" Cleo S (Bild oben links), Pia Grambart-Delalic (oben rechts), Birgit Kröber (linkes Bild unten), Fay Grambart (rechts unten)
Letzte Korrekturen vor der Vernissage (oben) ... und eine Auswahl an Schmuck von Birgit Kröber (unten)
Pias Humorvolle Figuren in Beton und Gips-Papiermaché
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Moderiert von Melanie/Team Café Mocca fand am 2. November die 12. Vernissage im Café Mocca statt, diesmal mit der Malerin Dagmar Bojahra. Die 37jährige Künstlerin, die ursprünglich aus dem Raum Berlin stammt und nun ein Atelier in Offenbach hat, gab dem Publikum im vollbesetzten Café interessante Einblicke in ihre Arbeiten und Techniken.
Dagmar Bojahara (links) und Moderatorin Melanie im Kunst-Gespräch
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"Ruhe inspiriert mich nicht"Ausstellung zum 100. Geburtstag des Malers Hans Dost (Dezember 2008 - Februar 2009)
Kindheit im Kaiserreich, Schreinerlehrling zu Zeiten der Weimarer Republik, im Zweiten Weltkrieg als Soldat an die Ostfront abkommandiert – Hans Dost wusste immer, dass er Maler werden wollte, und nichts konnte ihn von seinem Lebensziel abbringen. Bereits vor dem Krieg studierte er an der Kunstgewerbeschule in Wuppertal und hatte erste eigene Ausstellungen. Sein Hauptinteresse galt der figürlichen Malerei, insbesondere Motive aus der Natur setzte er in expressionistische Bilder um, entwickelte eine unverwechselbare Handschrift. Auch während der Kriegsjahre interessierte ihn das Malen weit mehr als das Kämpfen. Seinen Skizzenblock trug er selbst an der Front bei sich. Nach dem Krieg setzte Hans Dost seine künstlerische Karriere fort und erweiterte das Spektrum seiner Arbeiten: Neben zahlreichen Gemälden und Zeichnungen entstanden Kupferstiche, Radierungen und Mosaike. Dost entwarf und baute Brunnen, gestaltete künstlerische Glasfenstermotive und Keramiken, verschönte die Fassaden von öffentlichen und privaten Gebäuden mit Reliefs und Malereien. Darüber hinaus arbeitete er bei mehreren Zeitungen und Verlagen in Deutschland und der Schweiz als Texter und Illustrator. Als Hans Dost 1999 90-Jährig starb, hinterließ er ein reiches künstlerisches Erbe.
Anlässlich seines 100. Geburtstags, den der vielseitige Künstler im Januar 2009 gefeiert hätte, präsentiert das Künstler-Café Mocca eine Auswahl seiner Arbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf Gemälden in Öl und Tempera. Ermöglicht wurde die Ausstellung durch die Nichte von Hans Dost, Dr. Dorothea Schlosser (Eppertshausen), die einen Großteil des Nachlasses verwaltet.
Biographische Daten zu Hans Dost
Melanie/Team Café Mocca eröffnet die Ausstellung (rechts) und übergibt an die Nichte des Malers, Dr. Dorothea Schlosser
Erntelandschaft (Öl/Leinwand, 1949, links), Frühmorgens (Öl/Leinwand, 1960, rechts)
Castell San Materno (Öl/Leinwand, 1981, links), Selbstbildnis (Öl/Hartfaser, 1946, rechts)
Winterwald (Öl/Leinwand, 1955, links), Stillleben mit Weihnachtsstern (Tempera, 1942, rechts)
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Thomas Stolle ist Jahrgang 1961, wurde in Mannheim geboren und lebt seit 1963 in Dietzenbach. Erste Gehversuch in der Kunst erfolgten 1976. Aufgrund einer ausgeprägten Farbfehlsichtigkeit (keine vollständige Farbenblindheit, aber eine Beschränkung auf drei Farben) konzentrierte er sich zunächst auf Bleistift, Kohle und Tusche. Portraitzeichnungen und Menschen waren bis zum Beginn des Studiums 1984 als Industrial Designer erstes Thema. Dann folgte die Auseinandersetzung mit weiteren, auch farbigen Zeichentechniken wie Pastellkreiden, Marker und verschiedenen Skizzentechniken. Während des Studiums konzentrierte er sich auf Objektdarstellung vom Entwurf bis zur Präsentationszeichnung und belegte vier Semester Fotografie. Ab 2006 weitete er seine Techniken auf Acryl (Pinsel und Spachtel) und Aquarell aus und experimentierte mit verschiedenen Materialien.
Beruflich ist Thomas Stolle als IT-Berater tätig und führt zusätzlich Schulungen (Kommunikation, Kreativität, Konfliktmanagement sowie technische Schulungen und Softwareschulungen.) durch.
.... Weiter geht´s hier mit Vernissagen/Ausstellungen ab März 2009
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