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17. Lesecafé (März 2009)

"kreativ&kulinarisch" - wie man dazu kommt, eine Zeitschrift zu kreieren

Thomas Strittmatter, Dietzenbach - www.kreativundkulinarisch.de

 

 

Der Region Farbe und Profil verleihen

Ist es Sendungsbewusstsein oder profane Existenzgründung? Warum verfällt jemand darauf, ein Regionalmagazin herauszugeben? Diese Frage stellte Moderatorin Nikola Hahn Thomas Strittmatter im 17. Lesecafé. Thomas Strittmatter arbeitet als Designer, Grafiker, Künstler, und eine Auswahl seiner eindrucksvollen Bleistiftporträts stellte er bereits im Café Mocca aus. Diesmal jedoch war er als „Magazinmacher“  zu Gast und gab Einblicke in eine Textwerkstatt besonderer Art.

Kreativ&kulinarisch, kurz: k&k heißt das kleine, aber feine Magazin, das Anfang März 2009 in der zweiten Ausgabe erschien und interessierte Leser in Text und Bild (nicht nur) auf kulinarische Kostbarkeiten in der Region aufmerksam machen will. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Dorit Bader entwickelte Thomas Strittmatter Idee und Konzept, gemeinsam suchen und besuchen sie mögliche Kunden, eine zeitintensive und nicht immer leichte Aufgabe, denn ein Magazin, das für Leser kostenlos ist, muss sich über die Werbung finanzieren. Das Duo führt ausführliche Gespräche mit möglichen Kunden, recherchiert Hintergründe und feilt mit Sorgfalt an den Texten. Authentisch, aber originell sollen sie sein, vom Kunden zwar bezahlt, aber nicht diktiert. „Wir schreiben nichts, das der Kunde nicht will, aber auch nichts, das wir nicht wollen“, formuliert Thomas Strittmatter sein Credo, das auch die Antwort auf die Frage nach dem Warum ist: Die Lust am Entdecken – und ein Faible für das Besondere in der Region bewog das Duo, kreative und kulinarische „Bonbons“ nicht nur zu entdecken, sondern den Lesern im wahrsten Sinne des Wortes auch schmackhaft zu machen.

 

 Informationen im Internet: www.kreativundkulinarisch.de

 

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18. Lesecafé (April 2009)

„DasTrüffelschwein“  - oder auf der Suche nach dem perfekten Text

 

Brigitte Pons, Mörfelden-Walldorf   - 

http://brigittepons-autorin.chapso.de  und  www.semikolon-mw.de
 

 

Mörderisch, tiefsinnig, provokant, skurril, humorvoll: Brigitte Pons schreibt, seit sie schreiben kann, leidenschaftlich, besessen, immer auf der Suche nach dem besten Ausdruck, dem perfekten Text. Die Inhalte variieren, und in eine Schublade mag Brigitte Pons sich nicht stecken lassen: Alltag und Mord, Einsamkeit, Suche nach Glück und Liebe; im 18. Lesecafé gab die Autorin einen Einblick in ihr Schreiben, präsentierte Kurzgeschichten und eine Leseprobe aus ihrem im Februar veröffentlichten Krimi „Es ist noch nicht vorbei. PS: Wir jagen die Mafia“, eine mörderische Geschichte, die, wie der Titel vermuten lässt, mit einem Augenzwinkern erzählt wird. „Ich behalte mir vor, alles auszuprobieren, was mir Spaß macht, ohne mich festzulegen“, beschrieb die Autorin ihre Intention. Jede Menge Spaß hatten auch die Gäste des Lesecafés, denn Brigitte Pons schaffte es mühelos, sie in ihre Schreibwelten mitzunehmen. 

 

Informationen zur Autorin:

-          - 1967 in Groß-Gerau geboren, Abitur 1986, Ausbildung zur Bankkauffrau

-          - Mitglied im Autorenkreis Semikolon, www.semikolon-mw.de


Informationen zum Buch:

Es ist noch nicht vorbei. PS: Wir jagen die Mafia,

Taschenbuch, 216 Seiten, 13.90 Euro

Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (24. Februar 2009)

ISBN: 978-3837021950

 

     

 

 

 

  

 

http://brigittepons-autorin.chapso.de

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19. Lesecafé (Mai 2009)

„Es duftet nach Leben“  - Autobiografisches Schreiben

 

Dagmar Bojahra, Offenbach
 

 

„Wäre es nicht toll, wenn man einfach die Augen schließen würde und man sich sein Leben erträumen könnte? Es würde vieles einfacher machen. Glaube ich zumindest. Ich bin Melanie …“

Melanie heißt in Wirklichkeit Dagmar Bojahra, und sie führte die Zuhörer des Lesecafés im Café Mocca am Freitag (29. Mai) in ihre Kindheit und Jugend in der ehemaligen DDR. In einer Plattenbausiedlung am Rande von Ost-Berlin wuchs sie mit Eltern und Geschwistern auf; ein ganz normales Leben, eigentlich. Bis zum 20. Januar 1987. An diesem Tag stirbt ihre Mutter an Krebs; Melanie ist 15, und es ändert sich alles …

 

„Den Gedanken, meine Geschichte aufzuschreiben, hatte ich schon lange“, erzählt Dagmar Bojahra, „aber erst nach meiner Scheidung brachte ich den Mut dazu auf.“ Seit 2007 arbeitet sie am Manuskript, überarbeitet, schreibt um, bringt Struktur in die Geschichte. Bis auf die Namen habe sie in ihrer Lebensgeschichte nichts geändert; erst nach langem Überlegen entschied sie sich, ihre Aufzeichnungen öffentlich zu machen, auch in der Hoffnung, anderen Menschen Hilfestellung zu geben. Im Gespräch mit Lesecafé-Moderatorin Nikola Hahn gab Bojahra auch einen Einblick in das Alltagsleben in der ehemaligen DDR, angefangen von der „Schlagersüßtafel“, einer klebrigen Schokoladenimitation, bis hin zum Jugendwerkhof, einer Disziplinierungseinrichtung, die für tausende von DDR-Jugendlichen zum Synonym für Angst, Drill und Strafe wurde.

 

Dagmar Bojahra ist auch bildende Künstlerin und stellte bereits im Café Mocca aus.

 

 

Dagmar Bojahra

 

   

 

 

 

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20. Lesecafé (September 2009)

Der Geier auf dem Schornsteinsims " - Schreiben und Humor

 

Barbara Hennings, Frankfurt
 

 

Szenen einer Stammkneipe – das Leben ist (nicht nur) lustig

Mit einem Nackedei namens Blasen-Willi und Liebesbriefen aus Kuba startete das Lesecafé im Café Mocca am Freitag (25.9.) nach der Sommerpause in den Herbst. Barbara Hennings, Schriftstellerin aus Frankfurt und Erste Vorsitzende der Literaturgesellschaft Hessen führte die Zuhörer mit ihrem Buch „Szenen einer Stammkneipe“ über Stolpersteine des Lebens und in die Welt nächtlicher Ausschwärmer. Ein Potpourri aus skurrilen, lyrischen und humorigen Geschichten und Gedichten animierte zum Lächeln, Lachen und (Nach-)denken. „Dichter schreiben aus dem Bauch heraus, was anderen im Magen liegt“, so das Credo der vielseitigen Autorin.  

 

     

 

 

  

 

 

Informationen im Netz http://www.autorenatelier.de, http://www.lit-hessen.de

 

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21. Lesecafé  (Oktober 2009)

"Warum schreibe ich?"

 

Katharina Bernhard, Mörfelden-Walldorf
 

 

Lyrikerin begeisterte – Warum schreibe ich?

 

Das fragte sich nach Ende des Lesecafés keiner der Gäste im vollbesetzten Mocca. Katharina Bernhard trug unter der Moderation von Nikola Hahn zahlreiche Werke ihres Schaffens seit 2006 vor. Unter Einsatz ihres ganzen Körpers brachte sie die ernsten und heiteren Texte zum Leben – und bei allem war der rote Faden ihres feinsinnigen Humors – nicht nur ihrer Kleidung wegen – erkennbar. Dafür erhielt sie mehrfach Szenenapplaus. Bernhard, die in ihrer Heimatstadt Mörfelden auch Schreibkurse für Grundschüler anbietet, sieht ihre Lyrik als Passion. „Ich bin neugierig und möchte mein Schreiben weiterentwickeln. Ich arbeite gerade mit einer Tänzerin zusammen, die meine Texte während des Vortrages tänzerisch interpretieren wird. Ich glaube, ich finde das gut“, so die Lyrikerin. Das Schreiben sei 2006 nach mehreren Schicksalsschlägen einfach über sie gekommen. Man mag es bei der Qualität der Texte kaum glauben.

 

Vita:

Katharina Bernhard, Jahrgang 1947, studierte Sozialarbeiterin, schreibt seit 2006 Lyrisches Allerlei. Bernhard ist Gründungsmitglied des Autorenkreises „Semikolon“. 

 

 

 

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22. Lesecafé  (November 2009)

"Frauenschwimmen - Morden im Team"

 

Uli Aechtner und Belinda Vogt
 

 

„Die ganz brutale Methode“ – Autorenduo stellte Krimi vor

 

(Dietzenbach) Die Jahreszeit passte: Draußen war es schon dunkel, als Belinda Vogt und Uli Aechtner drinnen im Café Mocca Frage und Antwort zu ihrem Krimi „Frauenschwimmen“ standen. Die erste Frau, die ins Schwimmen kommt, glänzt silbern und ging nicht freiwillig ins Nass. Brutal umgebracht und mit einem mysteriösen Lack besprüht, treibt sie im Weiher eines noblen Golfclubs, und dass ausgerechnet die arbeitslose Journalistin Juliane die Leiche entdeckt, hat Folgen. Juliane avanciert zur Detektivin in Sachen Mordermittlung, denn es winkt eine lukrative Belohnung, mit der sie ihren finanziellen Engpass überwinden könnte. Und dann ist da noch der attraktive neue Nachbar, der offenbar mehr mit dem Mord zu tun hat, als es Juliane lieb sein kann.

Ihre Ermittlungen führen sie in die Folterstätten der Moderne, vom Fitness-Club bis zur Casting-Show, und trotz Mord und Totschlag darf hier und da herzhaft gelacht werden über die Versuche der Protagonistin, nicht nur den Täter, sondern auch ihre Midlife-Crisis in den Griff zu bekommen.

„Die Heldin ist nämlich gar keine“, sagt Uli Aechtner augenzwinkernd. „Sie ist eine ganz normale Frau in der Mitte ihres Lebens, die mächtig ins Schwimmen gerät. Wie so viele, die plötzlich erkennen müssen, dass sie nicht mehr ganz jung sind …“ Die zweite Frau also, die schwimmt, und bis der Mord aufgeklärt wird, werden es noch ein paar mehr, die „ins Wasser gehen“.  

Der Titel ist also Programm, das Buch weitaus mehr als „nur“ ein Krimi. „Wie sind Sie sich beim Schreiben einig geworden?“, will eine Zuhörerin wissen.  Die ganz brutale Methode hätten sie angewandt, erklären die Autorinnen schmunzelnd: „Wir haben den Text solange hin- und hergemailt, darin herumgeschrieben, geändert und gestrichen, bis wir beide zufrieden waren. Und manchmal kamen uns dabei erst die richtig guten Ideen.“

Gute Ideen werden die beiden auch weiterhin haben: Ein neues Gemeinschaftsprojekt ist schon in Planung.

 

 

   

 

   

 

 

      

 

Belinda Vogt  (oberes Bild links), Uli Aechtner (oberes Bild rechts)

und ein Blick ins Publikum (Bild unten)

 

 

Uli Aechtner, Belinda Vogt

Frauenschwimmen

Rhein Main Krimi

Taschenbuch, 254 Seiten

Emons Verlag, o.O., 2009

ISBN: 978-3-89705-635-0

9,90 Euro

 

Weitere Informationen:

Trailer zum Buch http://www.uli-aechtner.de/fsws/video.html  

Infos zu den Autorinnen (Quelle: www.frauen-schwimmen.de)

 

Uli Aechtner
studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Bonn. Sie war Reporterin beim Französischen Fernsehen TF1 in Bonn, Redakteurin beim Südwestfunk Mainz sowie freie Autorin für ZDF und ARD. Sie lebt mit ihrer Familie in der Wetterau. Romane von Uli Aechtner erschienen seit 1992 bei Rotbuch, Hamburg, sowie beim Fischer- Taschenbuchverlag, Frankfurt / Main, Kurzgeschichten bei Eichborn, beim Fischer Taschenbuch Verlag, bei Rotbuch, Rowohlt, Scherz, Ullstein und anderen.

 

Belinda Vogt
studierte Publizistik in Mainz. Als Autorin und Regisseurin erstellte sie Industriefilme für die Hoechst AG in Frankfurt/M, als Redakteurin war sie bei SAT.1 in Mainz für die dramaturgische Bearbeitung von Spielfilmen und Serien zuständig. Belinda Vogt ist Redakteurin beim ZDF in Mainz. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Wiesbaden.

 

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23. Lesecafé  (Januar 2010)

"Jesus uff Hessisch"

 

Klemens Mieth, Rödermark
 

 

Des Beispiel vumm barmherrzische Samarider … oder warum Jesus kein Hochdeutsch sprach

Dietzenbach/Ober-Roden. Klemens Mieth ist gelernter Werkzeugmacher mit Meisterprüfung zum Industriemeister und Fachlehrer für Arbeitslehre. Außerdem ist er katholischer Religionslehrer und überzeugter Ober-Röder. Ohne dieses Außerdem, nämlich den Glauben an Gott und die Liebe zu Ober-Roden, wäre das Buch nicht entstanden, das Mieth am Freitag im Café Mocca vorgestellt hat: Eine Übersetzung des kompletten Neuen Testaments in den Ober-Röder-Dialekt. Nicht das typische Frankfurter Gebabbel mit ein paar Wörtern Alibi-Dialekt hier und da wollte Mieth schaffen, sondern eine echte Übertragung der Bibeltexte in die ureigene Sprache der Ober-Röder. Der barmherrzische Samarider  war nur eines von mehreren Textbeispielen, das er den Gästen im Café zum Besten gab: Hörerlebnisse der besonderen Art, die nicht nur zeigten, wie detailgetreu Mieth ins Dialektische übertragen hat, sondern auch, dass es mit einer bloßen Wort zu Wort-Übersetzung nicht getan war.

„Am Anfang dachte ich, ich könnte die hochdeutschen Texte nehmen und sie unmittelbar im Dialekt vorlesen, aber das erwies sich als undurchführbar“, sagte Mieth. „Ich musste nämlich feststellen, dass sich Hochdeutsch und Dialekt nicht nur in den Wörtern unterscheiden, sondern auch im Satzbau und in der Sprachmelodie.“ Drei Jahre hat Mieth an der Übersetzung gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen – und ist auch für Nicht-Ober-Röder durchaus verständlich und lesenswert. Schließlich hat auch Jesus kou Hochdeutsch geredd – Er predigte nicht in der damaligen Schriftsprache Hebräisch, sondern in einem aramäischen Dialekt.

 

 

 

  

 

Klemens Mieth,

Jesus hott kou Hochdeutsch geredd

Das Neue Testament uff Hessisch

Broschur, 464 S.

Books on Demand, Norderstedt

ISBN:  978-3-8370-4841-4

 

Website des Autors: www.klemensmieth.de

 

 

 

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24. Lesecafé  (Februar 2010)

"Ein Heiler muss selbst tun, was er predigt"

 

Petra Sauer, Bruchköbel
 

 

 

Globuli und die Suche nach einem Verlag

Heilpraktikerin und Fachautorin Petra Sauer zu Gast im Lesecafé

 

Dietzenbach. „Was Homöopathie ist, glauben viele zu wissen, aber die wenigsten wissen es tatsächlich!“ Mit diesem etwas provokanten Satz startete am Freitag (26.2.) das 24. Lesecafé im Café Mocca, und zu Gast war diesmal eine Autorin von Fachlichem: Petra Sauer, Heilpraktikerin für klassische Homöopathie, hat zwei Bücher über Homöopathie geschrieben und versuchte, den Zuhörern zu erklären, was es mit dem Medizinsystem auf sich hat, das vor 200 Jahren von einem Arzt namens Samuel Hahnemann begründet wurde und bis heute noch allenthalben auf Unverständnis stößt. So würden bei der klassischen Homöopathie die Arzneien nicht nach Krankheitsnamen verordnet, sondern nach ganz persönlichen Symptomen, die sich von Patient zu Patient unterschieden. Heilmittel in der Homöopathie sei nicht Materie, sondern reine Energie, die lediglich an einen Träger, eben die ominösen weißen Kügelchen oder Globuli, gebunden sei. Petra Sauer ist aber nicht nur Autorin, sondern auch Künstlerin, die mit ihren Bildern dem Betrachter einen Zugang zu sich selbst verschaffen will, was sie durchaus als Verbindung zu ihrer Tätigkeit als Heilpraktikerin sieht. Zur Veranschaulichung hatte sie gleich mehrere Bilder mitgebracht; die Gäste zeigten sich beeindruckt von den intensiven Farben.

Aber es ging im Lesecafé nicht nur um Kunst und Homöopathie, sondern auch um die Frage, mit welchen Schwierigkeiten ein (Sach-)Buchautor bei der Verlagssuche zu kämpfen hat. „Inzwischen mit den gleichen wie ein Romanautor“, sagte Petra Sauer. „Mit dem Manuskript für mein erstes Buch fuhr ich einfach auf die Buchmesse nach Frankfurt und hatte hinterher gleich mehrere Vertragsangebote, für ein neues in Arbeit befindliches Werk finde ich keinen Verlag, beziehungsweise ich finde keinen, der das Buch so machen will, wie ich es mir vorstelle.“  Der Wind sei rauer geworden in der Verlagslandschaft, auch für Sach- und Fachbuchautoren.

 

 

 

 

 

 

Die Autorin im Internet: www.sauerpetra.de

 

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25. Lesecafé (März 2010)

"Unterwegs auf dem Jakobsweg"

 

Ingrid Baierl, Seligenstadt
 

 

 

Der Weg ist das Ziel – zu Zweit mit dem Rad auf dem Jakobsweg

Autorin Ingrid Baierl zu Gast im 25. Lesecafé im Künstler-Café Mocca

 

(Dietzenbach) „Das darf doch nicht wahr sein!“ Dieser Gedanke schoss Ingrid Baierl durch den Kopf, als sie 2004 die Diagnose Brustkrebs bekam, und es dauerte sechs Jahre, bis sie die Erinnerung daran zu Papier brachte. Dazwischen lagen langwierige Behandlungen, Chemotherapie, Hoffen und Bangen – und eine besondere Reise. Im Juni 2007, gerade erst von einer schweren Operation genesen, setzte Ingrid Baierl zusammen mit ihrem Mann Kurt einen lang gehegten Wunsch in die Tat um: Sie packten ihre Fahrräder ein, flogen nach Spanien und begaben sich auf Pilgerreise zum Jakobsweg. Nach ihrer Rückkehr schrieb Ingrid Baierl ihre Erlebnisse in einem Buch auf. Durch Höhen und Tiefen, so lautet der Titel, und am Freitag (26.3.) hatten die Gäste im Café Mocca Gelegenheit, ein Stückchen Jakobsweg mitzuerleben. Neunzehn Tage Zeit hatten Ingrid Baierl und ihr Mann Kurt für die rund 830 Kilometer lange Etappe von Pamplona bis Santiago de Compostela eingeplant, ein knappes Zeitbudget, wie sich herausstellen sollte, und dass Radfahren genauso anstrengend sein kann wie  ein Fußmarsch, mussten die Drahtesel-Pilger recht bald erfahren. Weite Strecken waren nur schiebend zu bewältigen, und das üppig bemessene Gepäck machte den Marsch nicht einfacher. Hinzu kam, dass Radpilger in vielen Herbergen erst abends aufgenommen wurden, da die Fußpilger Vorrang hatten.

Ingrid Baierl gab ganz persönliche Einblicke in eine spannende, anstrengende, bewegende Reise, die sie in dem Fazit enden ließ: „Wer den Jakobsweg gegangen ist, lässt einen Teil seiner Seele zurück. So auch ich. Der Camino fesselt und beschäftigt mich immer noch. Und ich möchte ihn gern noch mal gehen – dann aber mit mehr Zeit und zu Fuß.“

 

 

 

 

 

Informationen zum Buch:

 

Ingrid Baierl

Durch Höhen und Tiefen

Zu zweit mit dem Rad auf dem Jakobsweg

Ingrid-Baierl-Verlag, Seligenstadt,

2. Aufl., 2009

 

192 Seiten, Paperback, 4 Farb-, 16 Sw-Abb.

ISBN: 978-3-00-026879-3

11,80 Euro

www.jakobsweg-rad.de

 

 

 

 

 

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26. Lesecafé (April 2010)

"Polizeireport"

 

Sascha Lapp, Frankfurt (Hessischer Rundfunk)
 

 

 

Polizeireport im Lesecafé

 

Tagtäglich wird die Polizei bei ihren Einsätzen nicht nur mit tragischen Fällen, sondern auch mit kuriosen Begebenheiten konfrontiert. Mal sind es tollpatschige Einbrecher, die sich bei ihrer Tat selbst im Wege stehen, dann wiederum bittet ein Kleptomane die Freunde und Helfer, ihn beim Einkaufen zu begleiten – der Prävention wegen. Oder ein hessischer Bauer macht zwei Diebe selbst dingfest und übergibt sie der Polizei. Die Liste der unglaublichen Polizeieinsätze ist lang, und Sascha Lapp, Polizeireporter beim Hessischen Rundfunk, hat daraus eine Sendung gemacht, die inzwischen Kultcharakter hat:

Seit zweieinhalb Jeden sendet hr3 freitags den „Polizeireport“, aber am vergangenen Freitag (30.4.) präsentierte der Polizeireporter im Lesecafé im Café Mocca ein Bonbon der besonderen Art: Er erzählte über und las aus seinem Buch „Polizeireport“, das die lustigsten und spannendsten Beiträge der hr-Sendungen enthält. Gelächter und jede Menge Fragen an den schreibenden Radioreporter ließen die „Lesecafé-Stunde“ allzuschnell verstreichen. Zumal Sascha Lapp die aktuelle Sendung vom Freitag zum Anhören gleich mitgebracht hatte.

 

Zum Autor:

Sascha Lapp wurde 1972 in Offenbach geboren und kam bereits während seines Zivildienstes 1996 mit dem Medium Radio in Kontakt. Im selben Jahr gründete er den Krankenhaussender Radio Brinkmann, der die Patienten der Städtischen Kliniken Offenbach bis heute unterhält (inzwischen führt Sascha Lapps Vater das Radio Brinkmann weiter). 1998 kam Lapp zum Hessischen Rundfunk und stieg dort vom Praktikanten der hr3 Morning Show „Pop und Weck“ zum Moderator, Reporter und Chef vom Dienst auf. Seit über zehn Jahren arbeitet er als Polizeireporter, und seit 2007 präsentiert er seinen Hörern jeden Freitag die drei witzigsten Polizeimeldungen der Woche.

 

 

  

 

 

 

Zum Buch:

hr3-Polizeireport (ISBN: 978-3-940168-41-2), 96 S. mit Illustrationen, Taschenbuch, Verlag M. Naumann, Hanau, 2009, 9,90 Euro

Der zweite Band ist bereits fertig und wird dieses Jahr zur Buchmesse erscheinen.

Surftipp: Der hr3 Polizeireport (siehe unter "News")

 

 

 

 

 

 

 

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