


Vier Jahre Künstler-Café Mocca (2006 -2010)
Wie alles begann ...
Ein Rückblick ...
(Übersicht/Berichte und Bilder)
(Übersicht/Berichte und Bilder)
(Erzählreisen
& Mehr im Café Mocca)
und immer noch:

Die drei Inhaber (von links nach
rechts: Melanie, Thomas, Nicki)
Künstlercafé Mocca,
verrät das Schild über dem Eingang. Der erste Blick durch die Tür fällt auf ein
riesiges Mosaik, das eine Eidechse zeigt und die gesamte Breite des Tresens
einnimmt.
„Gecko Mocca
ist unser Maskottchen“, erklärt Thomas, der mit Melanie und Nicki die Idee zu dem Café hatte.
„In
Griechenland gehört ein guter Kaffee zum Leben dazu“, sagt Nicki.
Thomas
lacht. „In Deutschland hat sich die Erkenntnis erst nach und nach durchgesetzt.“
Sein Aha-Erlebnis in Sachen Kaffee liegt Jahre zurück. „Wir hatten Besuch aus
Frankreich, und ich musste mir schon zum Frühstück einen Vortrag über den
schlechten deutschen Kaffee anhören.“ Das blieb nicht ohne Wirkung. „Seitdem ich
weiß, wie wichtig Sortenwahl und Röstung für Geschmack und Bekömmlichkeit sind,
achte ich darauf, was ich kaufe.“
Eine Maxime,
die die Drei für ihr Café übernommen haben.
„Unsere
Kaffees kommen aus aller Welt; verarbeitet werden sie in kleinen, aber feinen
Röstereien, unter anderem im Spessart“, sagt Thomas, der selbst vor Ort
war, um sich von der Qualität der Röstungen zu überzeugen.
„Wir bieten
Genuss für die Sinne“, formuliert Melanie das Motto der
griechisch-deutschen Kooperative: „Duft von frisch gemahlenem Kaffee,
Schokoladen- und Kaffeespezialitäten zum Hier-Genießen und Mitnehmen, Literatur
für die Ohren, Kunst zum Anfassen.“
„Wir möchten
besonders Künstlern aus der Region eine Plattform bieten“, ergänzt Thomas.
„Lesungen und Ausstellungen sind Teil unseres Konzepts.“
Dass das Café
mit den farbenfrohen und sinnlichen Bildern und Objekten der
Künstlerinnengemeinschaft Atelier Vierseitig
aus Frankfurt eröffnete, war
kein Zufall: „Gecko Mocca“ stammt aus ihrer Werkstatt. Und dass auch die
Literatur im „Künstler-Café“ nicht zu kurz kommt, dafür setzt sich die
Schriftstellerin Nikola Hahn ein.
Auch das Caféhaus-Schild ist in
liebevoller Eigenarbeit hergestellt worden ...

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Nikola Hahn im Gespräch mit Café- und
Bücherliebhabern ...
Liebe
Café-Besucherinnen und Besucher,
Sie fragen sich, was die Schriftstellerin Nikola
Hahn mit dem Café Mocca zu tun hat?
v
Ich habe an der
Idee des „Künstler-Cafés“ kräftig mitgebastelt: Ich liebe Kaffee und Schokolade,
und ich liebe Senf aus Kleinhettstedt (den es im Café zu kaufen gibt)!
v
(Regionale)
Literatur und Kunst sind mir ein Anliegen.
v
Ich bin mit
einem der Inhaber verheiratet :)
v
Meine
Lieblingsfigur Heiner Braun aus meinen Romanen trinkt ständig Kaffee …
Viel Spaß im
Künstler-Café!
Ihre Nikola
Hahn
PS: Sie können im
Künstler-Café meine Bücher kaufen, selbstverständlich sind alle signiert!

Als der
Kaffee serviert wurde, erhob sich ein Oberstleutnant. „Verehrte Gäste! Erlauben
Sie mir ein kleines Schlusswort.“ Seine Stimme verriet, dass er dem Wein mehr
zugesprochen hatte, als ihm guttat.
„Der Genießer
sagt: Den Schluss eines jeden guten Diners muss der Kaffee bilden. Recht hat er!
Nun ist es allerorten bekannt, dass man im Ausland die Deutschen ob ihres
Kaffees übel verhöhnt. Vor einigen Jahren erdreistete sich ein amerikanischer
Steuermannsmaat, mich auf das Rezept der deutschen Kaffeezubereitung zu
verweisen: Bringe eine Tonne Wasser zum Sieden, lege eine Kaffeebohne hinein und
lasse den Sud einkochen, bis Geschmack und Aroma zu einem erträglichen Grad
gemildert sind. Schütte nunmehr das Getränk in eine kalte Tasse und wickle einen
nassen Lappen um deinen Kopf, auf dass du nicht zu sehr aufgeregt werdest …
Nun, man wird
es mir nicht verdenken, dass ich angesichts dieser Frechheit auch ohne Kaffee
sehr aufgeregt wurde! Ich verzichte auf die Wiedergabe der Behandlung, die
dieser Mensch durch meine Faust genießen durfte und schließe mit der Bemerkung,
dass uns Deutschen trotz allem ausländischen Gejaule auch in der Frage der
Kaffeebereitung ein Platz an der Sonne gebührt!“
Auszug aus:
Nikola Hahn, Die Farbe von Kristall. Ein historischer Kriminalroman
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(Filmvorführungen 2-2008/12-2009)
Der im Rahmen eines Mentoring-Projektes gedrehte Film beschreibt die Geschichte einer Frau aus Osteuropa, die in Deutschland Opfer von Menschenhandel wurde, als Prostituierte arbeitete
und sich nach ihrer Festnahme als sogenannte „Opferzeugin“ im Strafverfahren
gegen ihre Peiniger zur Verfügung stellte.
In ihrer Einführung zur Thematik forderte Melanie das Publikum auf,
sich filmisch auf die Seite des "Opfers" zu begeben: Mit meinen Augen
sehen!

Im vollbesetzten Café nahm das Publikum teilweise ergriffen Anteil am
Schicksal der gepeinigten russischen Frau und zeigte sich sowohl von der
künstlerischen Machart und der Aufbereitung der Geschichte beeindruckt.
Im Anschluss an die
Filmvorführung gaben Melanie und Thomas weitere Auskünfte zur
Thematik "Menschenhandel", und es entwickelte
sich ein mehr als einstündiges Gespräch mit dem Publikum.

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zu den Vernissagen
zum Lesecafé
Das Künstler-Café Mocca schließt
Von: Cafe Mocca
[mailto:kuenstlercafe.mocca@t-online.de]
Gesendet: Samstag, 16. Oktober 2010 12:58
Liebe Café-Freunde,
heute haben wir leider
eine schlechte Nachricht zu melden: Das Café Mocca schließt am Freitag, 22.Oktober, um 18.30 Uhr, endgültig seine Pforten. Wir haben uns
die Entscheidung nicht leichtgemacht, aber wir können an der
wirtschaftlichen Lage nicht länger vorbeisehen. Dennoch: Es war eine schöne
Zeit, und wir hoffen, dass Sie eben so viel Freude mit uns hatten wie wir
mit Ihnen. Dass es jetzt so schnell gehen muss, kommt selbst für uns etwas
überraschend – aber es gibt keine andere Lösung.
Vier Jahre lang haben
wir versucht, ein klein wenig zur Kulturszene in Dietzenbach beizutragen.
Dabei sind wir immer unabhängig und für alle Genres offen geblieben. 26
Ausstellungen und 27 „Lesecafés“ haben wir veranstaltet; außerdem „Café-Specials“
mit Zeichenkursen, Vorträgen und Filmvorführungen. Darauf sind wir schon ein
bisschen stolz, aber all das wäre nicht möglich gewesen ohne die Künstler,
die bei uns ausgestellt, gelesen und erzählt haben. Neben den wirklich guten
„Hobbyautoren“ kamen auch die Profis: Nele Neuhaus, Uli Aechtner, Belinda
Vogt, Cornelia Anken, Sascha Lapp und Andreas Schäfer lasen bei
uns nur für den „Gegenwert“ eines Café-Mocca-„Senfbembels.“ Ein ganz
herzliches Dankeschön an alle „unsere“ Künstler: Ihr wart wunderbar!
Besonders erwähnen
wollen wir Marianne Ries, Thomas Strittmatter und Barbara Mingels.
Nicht nur, dass Ihr uns Eure wundervollen Werke präsentiert habt – Ihr wart
auch liebe und treue Gäste. Wir werden Euch vermissen!
Danken wollen wir auch
Nikola Hahn für die Moderation des Lesecafés. Wir wissen, wie sehr Du die
Zeit dafür an anderer Stelle „einsparen“ musstest.
Unser ganz besonderer
Dank gilt aber auch Ihnen, liebe Gäste: Sie haben „vier Jahre Café Mocca“
erst möglich gemacht. Wir hoffen, dass Sie uns und das Künstlercafé Mocca in
guter Erinnerung behalten.
Herzliche Grüße und Auf
Wiedersehen:
Nikolia
Melanie Thomas
Der letzte Espresso ...
Freitag, 22. Oktober,
nachmittags - das Café ist gut gefüllt, traurige Gesichter an den Tischen.
"Wo sollen wir denn jetzt hingehen?" Ich zucke die Schultern. Um fünf Uhr
ist die Kuchenvitrine leer. Niki schaltet sie aus. Ich trinke noch einen
Espresso, verabschiede mich von den Gästen. "Mach`s gut, liebes Café", sagt
eine Besucherin. "Dietzenbach wird ärmer sein", meint ein anderer. Das
berührt.
18.30 Uhr. Feierabend. Für
heute und für immer. Tschüss, Café Mocca.
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