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Café-Specials -
Nachlese
17. Juli 2009, 17.00 Uhr:
Australien - Land der Mythen und Schamanen/Eine Erzählreise nach
"Down Under" mit Charlotte Lorenz
Charlotte Lorenz malt nicht nur farbenfrohe, phantasievolle
Bilder, sie kann auch farbig und phantastisch erzählen: Im vollbesetzten Café
Mocca entführte die Dietzenbacher Künstlerin in die fremde Welt der
australischen Outbacks, berichtete von mystischen blauen Vögeln und
wassergefüllten Flaschenbäumen, den „Bottletrees“, die Aboriginis als lebende
Wasserspender auf ihren Wanderungen dienen und auf denen sie vermerken, wie weit
es bis zum nächsten Exemplar noch zu laufen ist.
Eine Freundschaft zu einer Schamanin brachte die Malerin nach
Australien, und sie wollte dort vor allem eins: Malen. Entstanden sind
eindrucksvolle und farbintensive Bilder, die das Lebensgefühl der Menschen
spiegeln, aber auch von den uralten überlieferten Mythen und Sagen der
Ureinwohner beeinflusst sind.
„Help yourself – go for it!“, so laute das Motto der Menschen in
der Wildnis, und nicht nur der Alltag dort sei faszinierend anders als in
Europa. Faszinierend sei die Landschaft, großartig, zuweilen überwältigend, aber
eben nicht immer nur schön, sondern auch weit ab von der Zivilisation, mit
anderen Schwerpunkten im Leben. Ihr habe vor allem der kulturelle Austausch
gefehlt. „Meine Zeit in der Wildnis hat mir auch gezeigt, dass ich Europäerin
bin, dass hier in Deutschland mein Zuhause ist“, sagte sie zum Abschluss.

Website:
www.charlotte-lorenz.com
Vernissage mit
Charlotte Lorenz im Juni 2009
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4. September
2009, 17.00 Uhr:
Ein Richter öffnet seine
Reisetagebücher/Eine
literarisch-musikalische Erzählreise nach Armenien mit Horst Schäfer
Fast zwanzig
Jahre lang war Horst Schäfer Richter am Verwaltungsgericht Wiesbaden, und zu
seinen Aufgaben gehörten auch Entscheidungen in Asylfällen. Aber ihn
interessierte immer mehr als nur die rein juristische Seite, er wollte wissen,
woher die Menschen kamen, wollte ihre Heimatländer kennenlernen. Initiiert durch
die Freundschaft mit dem armenischen Literaturwissenschaftler und Künstler Kamo
Tumasyan, reiste Horst Schäfer 2005 mehrere Wochen durch Armenien, um Land und
Leute kennenzulernen. Seine Erfahrungen und Erlebnisse hielt er in Tagebüchern
fest, die er im zweiten „Sommer-Special“ im Café Mocca für die Öffentlichkeit
öffnete. In seinen Erzählungen wurde ein Land lebendig, das die meisten nur vom
Namen kennen.
„Ich bin
demütig geworden angesichts dieser uralten Kultur und des Wissens, das sich mir
offenbarte“, sagte Schäfer. Zum Beispiel die Feststellung, dass die Erde eine
Kugel sei und keine Scheibe: festgehalten in einer alten armenischen Schrift,
tausend Jahre vor Kopernikus. Vielfältigen Einfluss habe die armenische Kultur
auf die europäische gehabt, nur sei das Vielen heute unbekannt, erklärte der
inzwischen pensionierte Richter, der 2004 vom Ausländerbeirat der Stadt
Dietzenbach mit dem Völkerverständigungspreis geehrt wurde.
Horst Schäfer ist aber
nicht nur schreibend aktiv, sondern auch als Musiker von „Saitensprung“. Die
Dietzenbacher Band hat sich zum Ziel gesetzt, religiöse und kulturelle Grenzen
zu überwinden, und so wandelte sich Schäfers literarische in eine musikalische
Reise: Zusammen mit den Ensemblemitgliedern Hüseyin Firat, Stefan Steinheimer
und Charli Rothman intonierte er zwei armenische Gedichte, die er ins Deutsche
übertragen hat. Ein fulminanter Abschluss, bei dem insbesondere die
eindringliche Stimme von Charli Rothman für ein Gänsehautgefühl sorgte.




www.saitensprung-musik.de
Weitere Infos:
Am
Freitag, 9. Oktober, 17.00 – 18.00 Uhr, setzte Horst Schäfer seine literarische
Reise nach Armenien fort. Im dritten „Café-Special“ erzählte er neue Geschichten
aus Armenien.
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Oktober - Dezember 2009
Zeichenkurse im
Künstlercafé mit Thomas Stolle
Sie
glauben, Sie können nicht zeichnen oder malen? Das glaubten einige der
Teilnehmer des ersten Zeichenkurses tatsächlich. Selbst begnadete
Strichmännchenmaler waren aber anschließend in der Lage, menschliche Körper so
zu zeichnen, dass sie sich tatsächlich eindeutig von Krakeleien unterscheiden
ließen. Selbst der eine oder andere Profi, der sich unters malende Volk
geschlichen hatte, musste zugeben, dass er Einiges mitnehmen konnte. „Jeder kann
zeichnen – und besser als er oder sie denkt!“, so die Philosophie der
Veranstaltung.
Thomas
Stolle, selbst Künstler und Designer, war bis zu seinem 15. Lebensjahr auch der
Meinung, nicht malen zu können. Bis er im Studium Techniken erlernte, die ein
schönes Bild ausmachen. Dieses Wissen vermittelt er in Kursen. „Und gerade die
Leute, die von sich behaupten, nicht zeichnen zu können, erzielen von Anfang
erstaunliche Ergebnisse“ , so Stolle. „Jeder kann zeichnen – und besser als er
oder sie denkt!“

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Freitag, 4. Dezember 2009, 18.00 Uhr:
"Mit
meinen Augen sehen – Perspektiven einer Opfer-Zeugin“ (Filmvorführung)
Melanie P. zeigte zum zweiten Mal ihren 2006 entstandenen Film „Mit meinen Augen sehen“. Der
Film beschreibt die Geschichte einer Frau aus Osteuropa, die in Deutschland
als Prostituierte arbeitete und sich nach ihrer Festnahme im Strafverfahren
gegen ihre Peiniger zur Verfügung stellte. Melanie interviewte die Frau
mehrere Wochen und erzählt ihre Geschichte in eindrucksvoll-ästhetischen
Bildern: Eine Geschichte, die betroffen macht und die bewegt.
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weiteren Infos ...
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