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(Bilder)Reisen in die Gegenwart ... (Spuren meiner Romane ins Heute)
vergriffene Taschenbuchausgaben:
1 Ullstein Taschenbuchverlag, München 2000
ISBN 3-548-24901-9, 3. Aufl., 440 S., 8,95 € - ausverkauft!
2 Sonderausgabe, Taschenbuch, Ullstein, München, 2001
ISBN 3-548-25343-1, 440 S., mit Stadtplan Frankfurt, 6,14 € - ausverkauft! Reste als SCHNÄPPCHEN!
wie vor, 2. Auflage 2004, ISBN 3-548-25452-7, 8,95 € - ausverkauft!
3 Sonderausgabe, Taschenbuch, Ullstein, München, 2002
ISBN 3-548-25452-7, 440 S., mit Stadtplan Frankfurt, 6,00 € - ausverkauft!
neue Auflage, Weiteres nicht bekannt, zum Preis von 8,95 € - ausverkauft!
4 Heyne Taschenbuch, München, 2003,
ISBN: 3-453-86661-4, 524 S, 8,95 € - ausverkauft!
Ein Hinweis in eigener Sache:
Durch den Verkauf der Ullstein-Gruppe an Bonnier und Heyne an Bertelsmann wurden meine Romane "Die Detektivin" und "Die Farbe von Kristall" als Taschenbücher Ende November 2004 bei Ullstein neu aufgelegt. Die Cover gleichen - mit geringen Abweichungen - denen der Heyne-Ausgaben. Die Heyne-Ausgaben werden nach Abverkauf nicht neu aufgelegt. In Zukunft werden die Taschenbuchausgaben meiner Romane - wie bislang auch schon "Die Wassermühle" ausschließlich bei Ullstein erscheinen. Sorry für alle, die mich danach gefragt haben: Eine neue Hardcoverausgabe von "Die Detektivin" ist nicht vorgesehen.
Wodurch unterscheiden sich die einzelnen Ausgaben?
Warum gibt es mehrere Covers für das gleiche Buch?
Weitere Fragen, die mir Leser zur Neuauflage bei Heyne stellten:
... weil es in einer größeren Schrift gesetzt ist. Der Inhalt ist der gleiche
wie in
den anderen Büchern auch. Karten (allerdings nur schlecht zu entziffern) sind nur in den beiden Sonderausgaben enthalten.
Die Heyne-Ausgabe von "Die Detektivin" ist in neuer deutscher Rechtschreibung gesetzt worden (ohne mich zu fragen). Meine anderen Bücher sind alle in alter Rechtschreibung geschrieben - bewusst!
Glashaus nennen die Kinder der Familie Könitz die große Orangerie, die Dr. Könitz seiner Frau vor fünfunddreißig Jahren als Hochzeitsgeschenk erbauen ließ. Dass das imposante Gebäude nicht nur der Lieblingsplatz von Sophia Könitz ist, sondern ein schreckliches Geheimnis birgt, ahnt niemand, als nach einem fröhlichen Volksfest im Stadtwald die 15jährige Dienstmagd Emilie verschwunden ist. Kriminalkommissar Richard Biddling glaubt an einen normalen Vermisstenfall, doch Victoria, die Nichte von Dr. Könitz, die zum Entsetzen ihrer Mutter lieber Mordgeschichten von Edgar Allan Poe und Abhandlungen über Leichenerscheinungen liest, statt sich Stickarbeiten und Klavierstunden zu widmen, wie es sich für ein anständiges Mädchen des gehobenen Bürgertums gehört, ist fest davon überzeugt, dass Emilie eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Verdächtige für das Verbrechen gibt es gleich zwei: einen unbekannten, heimlichen Liebhaber des Mädchens und den Mainfischer Oskar Straube, der Emilies Amulett besitzt.
Als die Leiche des Mädchens endlich gefunden wird, spitzt sich das Geschehen zu: Wurde Emilie im Glashaus umgebracht? Warum weigern sich Dr. Könitz und seine Frau, über die Vergangenheit zu sprechen? Welche Rolle spielt der attraktive Frauenschwarm Eduard, Victorias Cousin, in dem Spiel? Wer ist der ominöse Hannes, der regelmäßig bei Kommissar Biddling auftaucht und erstaunlich gut über die Familie Könitz Bescheid weiß? Liegt die Lösung des Falles vielleicht in einem Verbrechen, das vor zehn Jahren geschah und niemals aufgeklärt wurde? Schließlich findet Victoria den entscheidenden Beweis. Aber Genugtuung über die Entlarvung des Mörders können weder sie noch Richard empfinden ...
Die Detektivin führt den Leser in die Welt des späten 19. Jahrhunderts, eine Welt, in der der unaufhaltsame Aufstieg der Naturwissenschaften und optimistischer Gründerboom einhergehen mit Massenelend und rigiden bürgerlichen Moralvorstellungen. Es ist eine Zeit des Widerspruchs, des Umbruchs, in der die Grundsteine für die Gesellschaft gelegt werden, in der wir heute leben.
Frankfurt am Main präsentiert sich im Jahr 1882 als modernde, aufstrebende Stadt: Die überall entstehenden Industrieansiedlungen befinden sich größtenteils in den umliegenden Orten; um die Stadt herum liegen Gärten und Parks, die Schicht des gehobenen Bürgertums, zu der auch Victoria gehört, hat keine finanziellen Sorgen. Es lebt und verdient sich gut in Frankfurt, auch wenn so manche alteingesessene Familie sich noch immer nicht damit abfinden mag, dass die ehemals Freie Stadt zu einer x-beliebigen preußischen Provinzstadt degradiert wurde. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die Krimihandlung in Die Detektivin, und an der Tatsache, dass die Alteingesessenen die Zugezogenen mit Argwohn betrachten, hat sich in hundert Jahren nicht viel geändert, auch wenn es heute nicht mehr die Preußen sind, denen mit Vorurteilen begegnet wird.
Dass neben der Geschichte von Victoria Könitz auch die Arbeit der Kriminalisten Biddling und Braun in Die Detektivin eine wichtige Rolle spielt, ist kein Zufall: Nikola Hahn ist selbst Kriminalkommissarin, und viele der im Roman als neuartig geschilderten Ermittlungsmethoden sind für sie und ihre Kollegen heute längst zur Routine geworden. Und so ist ist Die Detektivin auch eine Reise in die faszinierende Entstehungsgeschichte der Kriminalistik, und alle Krimifans, die schon immer wissen wollten, wer auf die Idee mit dem Fingerabdruck kam, werden ebenso auf ihre Kosten kommen wie diejenigen, die sich nichts Schöneres vorstellen können, als es sich mit einem bis zur letzten Seite spannenden Buch vor dem Kamin oder auf dem Sofa gemütlich zu machen.
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